16.03.2015 06:31
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Kanada
Rätselraten um BSE-Fall in Kanada
Der im Februar bestätigte Fall von Boviner Spongiformer Enzephalopathie (BSE) bei einer Kuh von einem Hof nahe Edmonton in der Provinz Albert gibt den dortigen Veterinären Rätsel auf.

Die Kuh war auf einer Nachbarfarm geboren worden. Vom selben Ort hatte auch eine Kuh gestammt, die im Jahr 2004 positiv auf BSE getestet worden war. Landwirtschaftsminister Gerry  Ritz beschrieb die Bemühungen der Behörden, den Infektionsweg für den BSE-Fall ausfindig zu machen, als „die Suche nach einer Nadel in einem Heuhaufen“.

Eigentlich seien es mehrere Heuhaufen, so Ritz am Montag vergangener Woche  in Calgary. Zudem müssen dem Minister zufolge noch eine Reihe von Rindern ausfindig gemacht werden. Bislang sei dies für etwa die Hälfte der betreffenden Tiere gelungen. Bei den beiden unmittelbar betroffenen Farmen, nämlich der, wo die aktuelle BSE-Kuh geboren worden sei, und der, wo sie dann gehalten worden sei, handle es sich um grosse Betriebe.

Laut Ritz haben sechs Länder auf den BSE-Fall reagiert und den Import von kanadischem Rindfleisch ausgesetzt. Nach Medienberichten sind dies Südkorea, Taiwan, Peru, Weissrussland, China und Indonesien. Diese Länder vereinigten allerdings zusammen lediglich 5 % des weltweiten Marktes für kanadisches Rindfleisch auf sich, beschwichtigte Ritz. Der oberste Veterinär Kanadas stehe in engem Kontakt mit allen Einfuhrländern und informiere diese über die aktuellsten Erkenntnisse.

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