19.01.2019 15:11
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schottland
Schlachthof: Bald Videoüberwachung
In Schottland sollen künftig alle Schlachthöfe obligatorisch per Video überwacht werden. Wie die schottische Regierung in Edinburgh kürzlich mitteilte, sollen die Kameras alle Räume, in denen sich lebende Tiere aufhalten, beobachten und damit die höchsten Standards für das Tierwohl sichergestellt werden.

Bestärkt sehen sich die Verantwortlichen durch ein öffentliches Anhörungsverfahren, welches im ersten Halbjahr 2018 durchgeführt und dessen Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden. Demnach hat sich mit 94,9 % die überwältigende Mehrheit der 245 Teilnehmer, darunter Betriebe der Fleischbranche, Veterinäre, Tierschutzverbände und Einzelpersonen aus der Bevölkerung, für solch ein Überwachungssystem ausgesprochen.

Zudem befürworteten mehr als 90 % eine Aufbewahrung der Filmaufnahmen für 90 Tage sowie einen ungehinderten Zugriff darauf für von der Regierung autorisierte Personen. Bisher ist die Kameraüberwachung in Schottland freiwillig; in England ist sie seit 2018 verpflichtend vorgeschrieben.

Schottlands Landwirtschaftsministerin Mairi Gougeon kündigte an, die notwendige Gesetzgebung nun auf den Weg zu bringen. Sie wies darauf hin, dass bereits mehr als acht von zehn Schlachthöfen freiwillig Kameras in ihren Räumlichkeiten installiert hätten und gut 95 % aller in Schottland geschlachteten Tiere einer Form der Videoüberwachung unterlägen.

Allerdings unterscheide sich der Grad der visuellen Kontrolle noch von Standort zu Standort. „Diese Regierung setzt sich dafür ein, allen Tieren höchste Tierschutzstandards zu sichern“, betonte die Ministerin. Es sei erfreulich, dass so viele Befragte die Vorschläge zur verbindlichen Kontrolle des Tierwohls befürwortet hätten. Gougeon erklärte, dass sie noch in diesem Jahr das entsprechende Gesetz in das schottische Parlament einbringen werde. AgE 

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