21.01.2019 07:00
Quelle: schweizerbauer.ch - pd/jgr
Graubünden
Schutzmassnahmen für Wildtiere
Der Kanton Graubünden hat vorübergehende Schutzmassnahmen erlassen, um Wildtieren nach den ergiebigen Schneefällen das Überleben zu erleichtern. Die Massnahmen zielen darauf ab, den Tieren ungestörte Lebensräume zu sichern und sie von Siedlungsgebieten, Verkehrswegen und Skipisten fernzuhalten.

Aufgrund der überdurchschnittlich grossen Schneemengen in Nordbünden seien verschiedene Beruhigungsmassnahmen zugunsten der Wildtiere eingeleitet worden, teilt der Staatskanzlei Graubünden mit. In der Surselva, dem Prättigau und dem Unterengadin seien zusätzliche Wildruhezonen ausgeschieden sowie Leinenpflichten für Hunde und Wegsperren erlassen worden.

Die Massnahmen wurden durch die Gemeinden in Zusammenarbeit mit der Wildhut des Amtes für Jagd und Fischerei verfügt und gemeinsam mit den Jägersektionen umgesetzt. 

Bäume gefällt

In den Regionen Davos und Klosters halten Wildtiere sich vermehrt in Siedlungsnähe und auf Strassen und Bahngleisen auf. Sie bringen sich damit selbst, aber auch Dritte in Gefahr. Als Lenkungsmassnahmen werden nun in den natürlichen Rückzugsgebieten der Tiere einzelne Bäume gefällt und dort in besonderen Fällen auch Heu angeboten. 

Trotz der grossen Schneemengen sind die Wildtiere in Graubünden für den laufenden Winter im Allgemeinen gut gerüstet. Sie hatten im Herbst ein gutes Futterangebot und können sich auf die Kälte und das knappe Nahrungsangebot des Winters gut einstellen, wenn sie vom Menschen nicht gestört werden.

Gut gemeinte Hilfsmassnahmen wie Fütterungen schaden den Tieren mehr, als sie nützen. Sie locken Tiere aus ihren Lebensräumen und können sie sogar töten. Das Fütterungsverbot ist deshalb sinnvoll und gilt nach wie vor. 

www.stop-fuetterung.ch   

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