11.04.2020 18:37
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Polen
Schweine-und Geflügelpest nachgewiesen
In einem Mastbetrieb in Westpolen wurde die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen. Wie „top agrar Polska“ berichtete, soll das Virus durch eine Ferkellieferung des Sauenbetriebes in den Bestand des Mästers in Wieckowice eingeschleppt worden sein

In Westpolen hat es in der vergangenen Woche dem Tierseuchenmeldesystem (ADNS) der Europäischen Union zufolge einen weiteren Virusnachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einer Nutzschweinehaltung gegeben. Betroffen war ein Mastbetrieb mit rund 10 000 Tieren in der Gemeinde Wieckowice, rund 20 km westlich von Posen.

Auffällig ist, dass der Infektionsort in der Woiwodschaft Grosspolen dutzende Kilometer entfernt von dem Gebiet in der Woiwodschaft Lebus liegt, wo es zuletzt gehäuft Funde von mit ASP infizierten Wildschweinen gegeben hat. Von der deutschen Grenze ist der neue Ausbruchsbetrieb gut 130 km entfernt. Zuvor war bereits am 20. März ein erster Seuchenfall in Westpolen in einem Bestand mit rund 6000 Sauen und 18 000 Ferkeln im Landkreis Nowosolski der Wojwodschaft Lebus entdeckt worden.

Wie „top agrar Polska“ berichtete, soll das Virus durch eine Ferkellieferung des Sauenbetriebes in den Bestand des Mästers in Wieckowice eingeschleppt worden sein. Die Ferkel hätten keine Symptome gezeigt, seien aber bei einer Beprobung positiv getestet worden. Eine Keulung der Schweine war deshalb aus Seuchenschutzgründen unvermeidbar.

In Westpolen sind moderne und große Schweinebetriebe beheimatet; die Region Grosspolen gilt als Veredlungshochburg in dem örtlichen Nachbarland. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am Montag vergangener Woche mitteilte, hat es zudem einen Ausbruch der hochpathogenen Geflügelpest vom Typ H5N8 in einer Geflügelanlage mit annähernd 29 000 Tieren im westpolnischen Dorf Muszkowo gegeben. Dieser Ort ist nur gut 20 km von der deutschen Grenze bei Frankfurt an der Oder entfernt. 

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