20.08.2017 06:15
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Speisereste korrekt entsorgen
Angesichts der wachsenden Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Deutschland hat der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) das Gastgewerbe zu einer ordnungsgemässen Entsorgung von Speiseabfällen aufgefordert.

Der für Schweine hochansteckende Erreger könne bereits durch ein Stück Wurst, das beispielsweise von einem infizierten Schwein stamme und gedankenlos weggeworfen werde, übertragen werden, warnte der Verband. Deshalb sei es bereits seit Jahren in der Europäischen Union verboten, Speisereste an Schweine zu verfüttern. Essensreste müssten in Restaurants, Gaststätten und Übernachtungsbetrieben getrennt von anderen Abfällen gesammelt werden, betonte der BWV. Laut dem Tierkörperbeseitigungsrecht dürften Speisereste, die tierische Bestandteile wie Fleisch, Fisch, Ei oder Milchprodukte enthalten, nur getrennt und in geschlossenen Behältern gesammelt werden.

Diese seien nach Möglichkeit gekühlt zu lagern, um Schädlingsbefall vorzubeugen. Anschliessend müssten diese Abfälle durch einen behördlich genehmigten Entsorgungsfachbetrieb abgeholt und beispielsweise in einer Biogasanlage entsorgt werden. Der Landesbauernverband appellierte an die Gastronomen, nicht der Versuchungen zu unterliegen, Speisereste in der Biotonne zu entsorgen oder gar an einen Jäger weiter zu geben. Denn dies könne die Gesundheit der Wildtiere und mittelbar auch die der Nutztiere gefährden. Zudem ziehe ein solches Fehlverhalten empfindliche Geldbussen nach sich. 

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