Donnerstag, 22. April 2021
25.03.2021 17:20
Tierarznei

Tierarznei: Einfuhr soll vereinfacht werden

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Arzneimittel für Tiere werden fast nur im Ausland hergestellt. Um die Versorgung in der Schweiz zu verbessern, will der Bund die Einfuhr vereinfachen. Ausserdem will der Bund den Verbrauch von Antibiotika senken, um Resistenzen zu verhindern.

Um kranke Tiere behandeln zu können, braucht es genügend Tierarzneimittel. Dies ist zunehmend schwierig, weil die Auswahl an Tierarzneimitteln immer kleiner wird. Tierarzneimittel werden fast ausschliesslich im Ausland hergestellt. 

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) will die Tierarzneimittelverordung (TAMV) entsprechend anpassen, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Donnerstag mitteilte. Die Vernehmlassung dauert bis zum 9. Juli.

Keine Sonderbewilligung mehr

Eine Sonderbewilligung vom Heilmittelinstitut Swissmedic für die Einfuhr von Arzneimitteln soll künftig nicht mehr nötig sein. Neu sollen Tierärztinnen und und Tierärzte – von Ausnahmen abgesehen – eine Meldung ans BLV machen müssen, wenn sie ein Arzneimittel im Ausland beziehen wollen.

Diese Regelung soll für Länder gelten, die eine mit der Schweiz vergleichbare Kontrolle von Tierarzneimitteln haben. Nicht geändert werden die Voraussetzungen für die Einfuhr eines Arzneimittels. Die Arzneimittel- und Lebensmittelsicherheit sei deshalb weiterhin gewährleistet, hiess es in der Mitteilung.

Rechtliche Grundlage

Das Informationssystem Antibiotika in der Veterinärmedizin (IS ABV) ist seit dem 1. Januar 2019 in Betrieb. Tierärzte und Tierärztinnen erfassen darin alle Antibiotika, die sie verschreiben. Die Auswertung dieser Daten wird es ermöglichen, den Verbrauch von Antibiotika zwischen verschiedenen Tierhaltungen und Tierarztpraxen zu vergleichen.

«Mit der Revision werden nun die rechtlichen Grundlagen geschaffen, um wenn nötig Massnahmen zu ergreifen, die den Antibiotikaverbrauch senken», heisst es in der Mitteilung. Nur mit der richtigen Auswahl und einem möglichst geringen Einsatz von Antibiotika könnten Resistenzen gegen Antibiotika eingedämmt werden.

Mit der Revision werden neue Vorschriften zu Tierarzneimitteln für Bienen und andere Insekten aufgenommen. Diese dienen der Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit.

Mehr zum Thema
Tiere

Der rote Flusskrebs macht den einheimischen Krebsarten das Leben schwer. - Andreas Hertig Eingeschleppte Tiere und Pflanzen können Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Das gelte vor allem dann, wenn sie kommerziell…

Tiere

Vor dem Mähen sollen die Wiesen nach Rehkitzen abgesucht werden.  - zvg In einigen Wochen werden die Wiesen gemäht. Die IG-Wild ruft dazu auf,  auf versteckte Tiere im hohen Gras…

Tiere

Ausgereifte Lebewesen entstanden bei den Versuchen nicht. - wikipedia Forscher haben chimäre Embryonen aus Zellen von Mensch und Affe erzeugt. Sie spritzten menschliche Stammzellen in wenige Tage alte Embryonen von…

Tiere

Jungvögel werden auch nach dem Verlassen des Nestes von ihren Eltern weiter umsorgt. Hier füttert ein Rotkehlchen sein Junges. - zvg Junge Vögel, die sich ausserhalb des Nests aufhalten, obwohl…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE