25.06.2018 07:01
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Tierquälerei
Tierquälerei: Mehr Verurteilungen
Schweizer Gerichte verurteilen gemäss der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» immer mehr Personen aufgrund von Tierquälerei. So erfolgten im vergangenen Jahr 474 Schuldsprüche, wie Zahlen des Bundesamtes für Statistik BfS zeigten.

Im Jahr 2007 seien es erst 166 Fälle gewesen. «Das bedeutet, dass die Bevölkerung besser hinschaut und Delikte konsequenter anzeigt», sagte Gieri Bolliger, Geschäftsleiter der Stiftung für das Tier im Recht (TIR), den Zeitungen. 

Obwohl rund 82 Prozent aller Täter im vergangenen Jahr mit Vorsatz handelten, griffen die Richter aber nur selten streng durch. Es wären Geldstrafen bis zu 360 Tagessätzen möglich; im schweizweiten Schnitt kassierten Tierquäler aber nur 30 Tagessätze, schreiben die Zeitungen weiter.

Betroffen sind vor allem Haustiere, wie eine Auswertung des Bundesamtes für Veterinärwesen zeigt. 2016 gab es insgesamt 2368 Strafverfahren im Bereich Tierschutz. Heimtiere waren mehr als doppelt so oft betroffen wie Nutztiere. Die meisten Verstösse richteten sich laut «SonntagsZeitung» gegen Hunde (1287), gefolgt von Rindern (289), Schafen (93) und Katzen (91).

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