16.03.2018 14:35
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Tierschutz
Tierschutz: Neue Anpassungen
Per 1. März traten laut dem Berner Bauernverband einige Änderungen der Tierschutzverordnung in Kraft. Das sind die für die Landwirtschaft wichtigsten Punkte:

Der Einsatz des Kuhtrainers bei Stieren ist seit dem 1. März verboten. Er darf noch bei Kühen und weiblichen Rindern ab 18 Monaten eingesetzt werden. Das Einziehen eines perforierenden Nasenringes bei Rindern zur Verhinderung von Verhaltensabweichungen ist verboten. Stiere über 18 Monate müssen nach wie vor einen Nasenring tragen.

Über 5 Monate alte Rinder zur Grossviehmast in Einflächenbuchten dürfen auf Tiefstreu gehalten werden, wenn zusätzlich ein Laufhof oder eine Weide zur Verfügung steht. Das Ausstellen von Kaninchen, Kleinnagern und Küken in Streichelzoos ist auf Veranstaltungen wie Ausstellungen, Sportanlässen oder Schauen verboten. Dauerhaft eingerichtete Streichelzoos, wie sie in Zoos, auf Bauernhöfen oder in Altersheimen anzutreffen sind, dürfen weiter betrieben werden.

Auf Sömmerungsbetrieben dürfen die Kälber ab 2019 nicht mehr angebunden werden. In Ställen, die die Ausnahmeregelung betreffend Standplatzlängen beanspruchen, dürfen die Kühe nicht länger als 8 Stunden täglich gehalten werden. Gesuche für die Bewilligung der gewerbsmässigen Klauen- oder Hufpflege können im Wohnsitzkanton eingereicht werden. Die Bewilligung gilt neu für die ganze Schweiz.  

Neu wird die Haltung von Haushühnern in der Verordnung über die Haltung von Nutz- und Haustieren geregelt. Auch hier gibt es  Änderungen. Oberhalb der Sitzstangen für Haushühner müssen mindestens 50cm frei bleiben, und tiefer gelegte Sitzstangen müssen mindestens 50cm über dem Stallboden liegen. Für Zwergrassen können die Masse auf 40cm reduziert werden.

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