23.07.2017 07:45
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
Vierter Fall von atypischer BSE
Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hat einen weiteren Fall der atypischen Bovinen Spongiformen Enzephalopathie (TSE) im eigenen Land bestätigt. Wie das Agrarressort mitteilte, handelte es sich bei dem betroffenen Tier um eine elfjährige Kuh. Es habe zu keiner Zeit ein Risiko für die menschliche Gesundheit gegeben, betonten die Beamten.

Die Erkrankung sei bei Routineuntersuchungen auf einem Viehmarkt im Bundesstaat Alabama entdeckt worden, in Schlachtanlagen habe sich das Tier bis dahin nicht aufgehalten. Damit hat sich die Zahl der in den USA festgestellten BSE-Fälle laut USDA auf fünf erhöht, wobei es sich nur beim ersten Fall um die klassische BSE gehandelt habe.

Der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) zufolge ist das BSE-Risiko in den Vereinigten Staaten vernachlässigbar. Deshalb dürfte der jüngste BSE-Fall dem Ministerium zufolge auch nicht zu Handelsproblemen führen. Ausserdem greife seit langem ein BSE-Vorsorgesystem, das die Entfernung von Risikogewebe bei der Schlachtung, ein Verfütterungsverbot für Säugetierproteinen an Rinder und andere Wiederkäuer sowie Routinekontrollen umfasse, hob das USDA hervor.

Nach Angaben des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit auf der Insel Riems tritt die atypische BSE selten und vermutlich spontan bei älteren Tieren auf. Sie ähnele der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) beim Menschen. Allerdings könne die atypische BSE übertragen werden, wenn infizierte Tiere und damit die Erreger in die Futtermittel- oder Lebensmittelkette gelangten. Die Verfütterung von ungenügend erhitztem Tiermehl aus einem solchen spontan an atypischer BSE erkrankten Rind sei eine mögliche Erklärung für die Auslösung der klassischen BSE. 

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