17.08.2019 07:12
Quelle: schweizerbauer.ch - pd/jgr
Krankheit
Viruserkrankung bei Kaninchen
Die virale hämorrhagische Krankheit (VHK) ist eine akute Viruserkrankung, welche Haus- und Wildkaninchen befällt und in der Schweiz als zu überwachende Tierseuche gilt. Für den Menschen ist sie nicht gefährlich.

Bereits Anfang Juni 2019 wurden vereinzelte Fälle der viralen hämorrhagischen Krankheit (VHK) bei Hauskaninchen in der Gemeinde Scuol im Unterengadin festgestellt. Tierärzte, Zuchtverbände und Kaninchenhalter der Region wurden deshalb zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen, worauf sich die Lage beruhigte.

In den letzten Tagen wurden neue Fälle aus dem Puschlav gemeldet. Mehrere Tiere aus verschiedenen Haltungen seien bereits eingegangen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Aktuell wird dort versucht, die Krankheit mittels einer Impfung einzudämmen. An beiden Orten konnte die Diagnose mittels Sektion und PCR (Polymerase Chain Reaction) gestellt werden. 

So erkennt man die Krankheit 

Charakteristisch für die VHK ist der perakute und oft tödlich endende Verlauf. Krankheitsanzeichen können sein: Teilnahmslosigkeit, Fieber, Atemnot, Koordinationsstörungen und Zittern. Kurz vor dem Tod treten Krämpfe und Blutungen aus der Nase auf. Das Virus selbst kann nur am toten Kaninchen nachgewiesen werden und wird durch direkten Kontakt von Tier zu Tier übertragen (z.B. bei Ausstellungen). Allerdings kann es auch indirekt durch virushaltige Sekrete, Kot oder Harn verbreitet werden. VHK darf nicht mit der Hasenpest verwechselt werden. 

So schützt man eine Kaninchenhaltung 

Sollten solche Anzeichen bei eigenen Kaninchen feststellen werden, sollten sich die Tierhalterinnen oder Tierhalter umgehend an ihren Tierarzt wenden. Das Virus selbst kann nur am toten Kaninchen nachgewiesen werden. Deshalb ist es wichtig, auch bereits verstorbene Tiere dem Tierarzt für eine Sektion zu übergeben. Eine gründliche Reinigung und Desinfektion nach einem Seuchenfall sind deshalb unerlässlich. 

Weitere Massnahmen 

Gegen die VKH kann geimpft werden. Ein entsprechender Impfstoff ist in der Schweiz zugelassen und wird als Notfallmassnahme in verseuchten Gebieten eingesetzt. Die Impfung ist aber auch zur Vorbeugung in Beständen mit Ausstellungstieren empfohlen. Für Ausstellungen im Kanton Graubünden gilt ab sofort eine Impfpflicht. 

Weitergehende Informationen sind auf der Webseite des Bundesamts für Lebensmitteilsicherheit und Veterinärwesen publiziert. 

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