17.10.2015 14:32
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Blauzungenkrankheit
Zuchtschau wegen Blauzungenkrankheit ohne Rinder
Ganz im Zeichen des Ausbruchs der Blauzungenkrankheit stand die diesjährige Zuchtschau „Sommet de l’Elevage“, die Anfang Oktober in Clermont-Ferrand ihre Tore geöffnet hatte.

Bei der 24. Ausgabe einer der größten Messen dieser Art in Europa wurden wegen der Blauzungenkrankheit allerdings keine Rinder gezeigt. Der Präsident der Sommet, Jacques  Chazalet, betonte, dass die Behörden das Vorsorgeprinzip „sehr rigoros“ angewendet hätten. Es stelle sich die Frage, ob dies in dieser Schärfe notwendig gewesen sei, zumal die Blauzungenkrankheit keine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit habe. Chazalet zeigte sich erfreut, dass die Messe trotz des Fehlens der Rinder nicht von den Ausstellern boykottiert worden sei. Alternativ hätten die Anbieter Dokumente und Videos ihrer Tiere gezeigt.

Da keine Rinder präsentiert worden seien, habe es außerdem eine Verdopplung der Stallbesichtigungen geben, berichtete der Messe-Präsident. Dieses Angebot hätten vor allem ausländische Delegationen wahrgenommen. „Diese Ausgabe wird nicht der beste Jahrgang sein, aber wir konnten die wirtschaftlichen und sanitären Zusammenhänge in der Tierhaltung aufzeigen. Somit hat sich die Sommet gut geschlagen“, resümierte Chazalet. Nach Angaben der Veranstalter wurde bei den ausländischen Besuchern gegenüber 2014 ein Plus von 28 % verzeichnet.

Die Gäste seien insbesondere aus Italien, Spanien und der Türkei, aber auch aus Japan, den USA, Asien und Afrika gekommen. Eine starke Präsenz habe auch das Partnerland Rumänien gezeigt. Insgesamt registrierte die Messeleitung allerdings einen Besucherrückgang gegenüber dem Vorjahr um 17 % auf 72'000 Gäste; damit wurde das angepeilte Ziel von 86'000 Besuchern verfehlt.

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