Montag, 23. Mai 2022
15.04.2013 13:29
Gewässer

Biber geniesst bei Volk hohe Sympathie

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Die Schweizer Bevölkerung ist ausgesprochen biberfreundlich. Mehr als neun von zehn Befragten unterstützen laut Pro Natura die Rückkehr von «Meister Bockert». Besonders geschätzt wird der Biber als «Landschaftsarchitekt».

Indem der Biber Bäche aufstaut, verändern sich die Uferbereiche. Diese Feuchtgebiete bilden Lebensgrundlage für gefährdete Amphibien oder seltene Libellen. Diese Bedeutung des Bibers für die einheimische Artenvielfalt anerkennen 86 Prozent der Bevölkerung.

Führt teilweise zu Konflikten mit Bauern

Dies ergibt eine Telefonumfrage des Instituts gfs-zürich im Auftrag von Pro Natura, die am Montag veröffentlicht wurde. Rund 1000 Personen in der Deutsch- und Westschweiz nahmen im März daran teil. 92 Prozent der Teilnehmenden wollen, dass der Biber geschützt bleibt. Die Sympathie für den einheimischen Nager ist auf dem Land und in der Stadt ähnlich hoch.

Die Rückkehr des Bibers in seine angestammten Lebensräume geschieht indes nicht ohne Nebengeräusche. Einigen Landwirten oder Grundbesitzern wird er lästig, weil er sich beispielsweise an Zuckerrüben gütlich tut. Eine Mehrheit der Befragten (53 Prozent) ergreift in Konfliktsituationen zwischen Biber und Mensch aber Partei für die Interessen der Natur gegenüber den Ansprüchen von Grundeigentümern.

Erfolgreiche Wiederansiedelung

Der Biber ist in den vergangenen Jahren nach und nach in die Schweiz zurückgekehrt. In immer kürzeren Abständen stellen Fachleute Biberspuren an Bächen fest, an denen in den letzten Jahrzehnten keine Biber mehr vorkamen. Jüngstes Beispiel ist die Rückkehr des Nagers ins Oberbaselbiet.

Mit ihrem Programm «Hallo Biber!» unterstützt Pro Natura die Rückkehr des Bibers in seine alte Heimat. 2007 wurde die Aktion schweizweit lanciert.

Die Biberbestandesaufnahme 2007/2008 – die aktuellste offizielle Statistik – schätzte den Schweizer Bestand auf 1600 Tiere. Laut Pro Natura dürften es heute aber bereits ungefähr 2000 Biber sein, die in der Schweiz leben.

Mehr zum Thema
Übrige Tiere

Gartenrotschwanz - Mathias Schäf Über 4000 Freiwillige haben in den letzten fünf Tagen in der Schweiz während einer Stunde Vögel im Garten oder in der Siedlung gezählt. Bei Birdlife Schweiz…

Übrige Tiere

«Lichtverschmutzung ist wahrscheinlich eine Hauptursache des globalen Artensterbens», sagt Chronobiologin Stefanie Monecke. - PDPhotos Angestrahlte Kirchen und Denkmäler, Flutlicht im Stadien und grelle Strassenbeleuchtung – die Menschen machen vielerorts die…

Übrige Tiere

Die heute weltweit in der Imkerei gehaltenen Rassen der Westlichen Honigbiene leben in einem Staat, der als Maximum etwa zur Sommersonnenwende 40'000 bis 60'000 Bienen beherbergt. - Pixabay «In der…

Übrige Tiere

Wölfe sind bei der Wahl ihrer Beute sehr anpassungsfähig, doch sie jagen hauptsächlich Huftiere. Der Wolf ist ein Hetzjäger und Opportunist: Er reisst Beute, wann immer sich eine günstige Gelegenheit…

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE