Montag, 27. Juni 2022
27.07.2021 08:08
Insekten

Bienen erobern die Stadt

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: lid

«Urban Imkering» boomt: Die Schweiz gehört weltweit zu den Ländern mit den höchsten Bienendichten – so sind auch städtische Bienenstöcke schon lange keine Seltenheit mehr.

Seit mehreren Jahren halten Anna Hochreutener und Tom Scheuer in Zürich Bienenvölker. Die beiden betreuen auf verschiedenen Stadtdächern über 100 Bienenvölker – jeder Bienenstock umfasst zwischen 25’000 und 35’000 Bienen.

Alleine ihre Imkerei «Wabe3» hat also mindestens fünfmal so viele Einwohner wie die Stadt selbst. «Die Blütenvielfalt ist enorm – durch die vielen Grünanlagen und die Begrünung von Flachdächern gibt es viele Nahrungsquellen und eine grosse Nahrungsvielfalt für die Bienen», sagt Anna Hochreutener.

Auch nicht zu unterschätzen sei die reichhaltige Bepflanzung von Balkonen und Terrassen durch Privatpersonen.

Viertelmillion Bienen auf dem Dach

Jüngst hat sich auch die Post den Stadtimkern angeschlossen: Seit diesem Jahr stehen auf dem Dach des Briefzentrums Zürich-Mülligen Bienenstöcke – die acht Bienenstöcke beherbergen über eine Viertelmillion Bienen.

«Die Idee geht auf die Initiative eines engagierten Mitarbeitenden zurück, dem das Thema Biodiversität sehr am Herzen liegt», sagt Oliver Flüeler, Mediensprecher der Post AG. Die Post habe ihn dabei gerne unterstützt und die Idee mit ihm weiter vorangetrieben.

Fachwissen unbedingt nötig

Die Idee der Nahrungsmittelproduktion in städtischen Gebieten ist nicht neu und erfuhr immer wieder durch verschiedene Treiber verstärkten Aufschwung.

In jüngster Zeit haben «Urban Farming» oder auch «Urban Gardening» unter anderem durch den Klimawandel und angetrieben von der ökologischen Nachhaltigkeitsidee wieder mehr an Bedeutung gewonnen. So hat auch die Imkerei in die Stadt gefunden.

Ob aber auf dem Land oder in der Stadt, Imkern setze unbedingt Fachwissen voraus, gibt Mathias Götti Limacher, Zentralpräsident des Imkerverbandes BienenSchweiz: «Auch Menschen, die in der Stadt imkern, sollten eine gute Grundausbildung machen.»

Mehr zum Thema
Tiere

Die Umweltkommission des Ständerates schlägt einen neuen Artikel a im Jagdgesetz vor: Er soll rechtliche Grundlage für den vorbeugenden Abschuss von Wölfen sein. - Gunnar Ries Wölfe sollen künftig nicht…

Tiere

Symbolbild: Gut eine Stunde nachdem das Bartgeierweibchen am vergangenen Montag beim Auswilderungsstandort auf der Melchsee-Frutt OW aus der Transportkiste entlassen wurde, hob Donna Elvira «mit einem eleganten Schwung» ab. - zvg…

Tiere

Der Fisch wurde «Boramy» getauft, was auf Khmer «Vollmond» bedeutet – denn nicht nur ist seine Körperform rund, sondern er wurde auch beim jüngsten Vollmond wieder im Mekong freigelassen. -…

Tiere

Eine Massenentwicklung von Cyanobakterien kann die Wasserqualität stark vermindern und die Gewässernutzung deutlich einschränken. Einige der Toxine gehören zu den stärksten natürlichen Giften und können auch für Menschen gesundheitsgefährdend sein.…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE