Mittwoch, 29. September 2021
11.03.2013 16:34
Bienen

Bienensterben: Für BR Schneider-Ammann ist die Varroa-Milbe Schuld

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Von: sda

Schuld am Bienensterben ist bis zum Vorliegen anderer Erkenntnisse die Varroa-Milbe. Das sagte Bundesrat Johann Schneider-Ammann am Montag in der Fragestunde des Nationalrats. Verbote bestimmter Insektizide stehen darum für die Schweiz nicht im Vordergrund.

Die EU-Kommission empfehle zwar ein Verbot von drei synthetischen Neonicotinoiden, erklärte Schneider-Ammann. Die Schweiz kenne aber strenge Regeln zum Schutz von nützlichen Insekten. Seit Beginn der Analysen aussergewöhnlicher Bienensterben 1957 habe sich kein Fall auf neonicotinoid-behandeltes Saatgut zurückführen lassen.

Das sogenannte Beizen von Saatgut mit Neonicotinoiden sei sehr zielführend und habe keine Streuwirkung wie das Spritzen von Pflanzenschutzmitteln. Vielfach gebe es zur Saatgutbeizung keine sinnvollen Alternativen. Das Bundesamt für Landwirtschaft beobachte die Lage aber aufmerksam.

Nach den vorliegenden Erkenntnissen sei das Bienensterben auf den Befall der Bestände mit der Varroa-Milbe zurückzuführen und nicht auf den Einsatz dieser Wirkstoffe. Zudem sei das Bienensterben in den Alpen nicht geringer als Flachland, wo die Mittel hauptsächlich zum Einsatz kommen.

Einschränkung des Verstellens von Bienen im 2013

Zwischen dem 1. April und dem 30. Juni 2013 ist es verboten, Bienen aus dem Nicht-Schutzgebiet ins Feuerbrand-Schutzgebiet sowie Bienen innerhalb des Schutzgebietes aus Gemeinden mit Einzelherd in befallsfreie Gemeinden zu verstellen, wie die Forschungsanstalt Agroscope am Montag mitteilte. Weil die Bakterienkrankheit in grossen Teilen der Schweiz bereits verbreitet ist, ist nur das Wallis Feuerbrand-Schutzgebiet.

Kantonale Regelungen sind unter www.feuerbrand.ch -> ‚Einschränkung des Verstellens von Bienen‘ oder bei der kantonalen Fachstelle für Pflanzenschutz erhältlich.

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