Dienstag, 1. Dezember 2020
23.09.2015 13:06
Vögel

Brutvögel: Leicht positive Entwicklung

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Von: sda

In der Schweiz entwickeln sich die wichtigsten 173 Brutvogelarten alles in allem positiv. Vor allem Bestände von Generalisten wie Krähen und Meisen nehmen zu. Rarer werden hingegen Spezialisten. Aber auch Bestände weit verbreiteter Arten wie des Girlitz schrumpfen.

Die Schweizerische Vogelwarte in Sempach LU hat am Mittwoch mit dem Bericht «Zustand der Vogelwelt in der Schweiz» erstmals eine Gesamtschau über die Entwicklung der Vogelwelt publiziert. Der Bericht, der mehrere Monitoringprogramme zusammenfasst, ist laut Vogelwarte ein Gradmesser für den Zustand der Natur insgesamt.

Leicht positive Entwicklung

Über alle Schweizer Brutvogelarten betrachtet zeigt der Swiss Bird Index eine leicht positive Entwicklung, heisst es in dem 36-seitigen Bericht. Bei den Arten, deren Bestände zunähmen, handle es sich vor allem um anpassungsfähige Generalisten wie Krähen und Meisen. Besonders Waldbewohner hätten 2014 ein gutes Jahr gehabt. Unter den aktuellen Gewinnern finden sich laut Vogelwarte mehrere wärmeliebende Arten.

Auf tiefem Niveau stabilisiert haben sich zudem in den letzten Jahren die Arten auf der Roten Liste, die sich seit weit über zwei Jahrzehnten im Abwärtstrend befunden hatten. Die bedrohten Arten machen nach wie vor rund 40 Prozent der Brutvögel aus, darunter viele Arten des Kulturlands. Die nächsten Jahre würden zeigen, ob es sich tatsächlich um eine Trendumkehr handle, heisst es im Bericht.

Spezialisten in Schwierigkeiten

Schwierigkeiten hätten hingegen Spezialisten, deren Zahl eher rückläufig ist. Diese stellten höhere Anforderungen an Nahrung, Ausdehnung und Qualität der Lebensräume und reagierten oft empfindlich auf Störungen, bilanzieren die Vogelforscher. Besonders Sorge bereiten laut Bericht die noch relativ verbreiteten Arten, die schleichend zurückgehen. Dazu zählen etwa der einem Kanarienvogel ähnelnde Girlitz. Dessen Bestände nahmen in den letzten zehn Jahren um einen Viertel ab.

Für die Abnahme sind gemäss Vogelwarte mehrere Gründe gleichzeitig verantwortlich. Veränderungen der Lebensräume in letzter Zeit entsprächen jedoch den Voraussagen aufgrund des Klimawandels.

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