Donnerstag, 22. April 2021
08.01.2013 13:24
Forschung

Die Schweiz hat einen neuen Bienenprofessor

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter

Der Bienenforscher Peter Neumann wird der erste Professor für Bienengesundheit der Schweiz. Er übernimmt die neu geschaffene «Vinetum-Professur für Bienengesundheit» an der Universität Bern, die von der Bieler Vinetum-Stiftung zunächst fünf Millionen Franken für zehn Jahre erhält.

Die neue Stiftungsprofessur ist an der Vetsuisse-Fakultät angesiedelt, wie die Uni Bern am Dienstag mitteilte. Sie soll Erkenntnisse zur weitgehend unerforschten Biologie, Physiologie und zu den Krankheiten der Bienen liefern und den Kampf gegen das  Bienensterben unterstützen.

Föderung der Bienengesundheit

«Die Professur wird die Grundlagen für dringend notwendige Massnahmen zur Förderung der Honigbienen schaffen, insbesondere zur Bienengesundheit, Prävention und Behandlung von Krankheiten», zitiert die Mitteilung Vetsuisse-Dekan Andreas Zurbriggen.

Die Krankheiten der Bienen sind das Spezialgebiet des Chemikers und Biologen Peter Neumann. Er war seit 2006 Privatdozent am Zentrum für Bienenforschung der Forschungsanstalt Agroscope, habilitierte 2007 an der Universität Bern in Zoologie um und lehrte am Institut für Ökologie und Evolution.

Bern als ideales Umfeld

Neumann leitet seit 2008 das wissenschaftliche Netzwerk COLOSS (Prevention of honey bee COlony LOSSes) mit zurzeit über 300 Mitgliedern aus 62 Ländern, das den weltweiten Verlust von Honigbienen-Kolonien erforscht.

Die Imkerei habe gerade im Kanton Bern einen hohen Stellenwert und für eine Professur für Bienengesundheit an der Universität Bern bestehe daher ein ideales Umfeld, heisst es im Communiqué. Die Vinetum-Professur sei unabhängig, die Forschungs- und die Lehrfreiheit seien gewährleistet.

Die 1986 gegründete Stiftung Vinetum fördert ausgewählte Projekte in den Bereichen Soziales und Kultur, die einem gesellschaftlichen Bedürfnis entsprechen, dem öffentlichen Interesse dienen und dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung tragen sollen.

Mehr zum Thema
Übrige Tiere

Der rote Flusskrebs macht den einheimischen Krebsarten das Leben schwer. - Andreas Hertig Eingeschleppte Tiere und Pflanzen können Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Das gelte vor allem dann, wenn sie kommerziell…

Übrige Tiere

Vor dem Mähen sollen die Wiesen nach Rehkitzen abgesucht werden.  - zvg In einigen Wochen werden die Wiesen gemäht. Die IG-Wild ruft dazu auf,  auf versteckte Tiere im hohen Gras…

Übrige Tiere

Ausgereifte Lebewesen entstanden bei den Versuchen nicht. - wikipedia Forscher haben chimäre Embryonen aus Zellen von Mensch und Affe erzeugt. Sie spritzten menschliche Stammzellen in wenige Tage alte Embryonen von…

Übrige Tiere

Jungvögel werden auch nach dem Verlassen des Nestes von ihren Eltern weiter umsorgt. Hier füttert ein Rotkehlchen sein Junges. - zvg Junge Vögel, die sich ausserhalb des Nests aufhalten, obwohl…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE