Sonntag, 22. Mai 2022
27.01.2022 08:10
Basel

Diese Schweinchen sind Zootiere des Jahres

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Von: sda

Das Pustelschwein ist von der deutschen Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz zum Zootier des Jahres 2022 auserkoren worden. Im Zoo Basel leben zwei weibliche Exemplare dieser bedrohten Tierart.

Die Pustelschweine sind wohl für die wenigsten Menschen Anlass für einen Besuch des Basler Zollis. Sie sind mit einer Körperlänge von 80 bis 100 Zentimetern und einer Schulterhöhe von rund 60 Zentimetern relativ klein. Die Pusteln im Gesicht sind sehr viel unscheinbarer als diejenigen der Warzenschweine.

«Tag des Schweins»

Und in ihrer Lebensgemeinschaft mit den stattlichen Panzernashörnern, für die der Zoo Basel weltberühmt ist, sind sie im Aufmerksamkeitswettbewerb chancenlos.

Am 1. März könnte das anders sein. Dann ist «Tag des Schweins», wie der Zoo Basel am Mittwoch mitteilte. Dazu kommt, dass die beiden weiblichen Pustelschweinchen mit den Namen Rani und Panay von der Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz und weiteren Zoo-Vereinigungen zum «Zootier des Jahres» 2022 gekürt wurde.

Akut gefährdet

Mit diesem Titel wollen die Vereinigungen gemäss Mitteilung des Zoo Basel auf Tierarten aufmerksam machen, die stark bedroht sind, aber nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Und die Pustelschweine sind gemäss Communiqué akut bedroht.

Sie sind auf den westlichen Visayas-Inseln zuhause die zu den Philippinen gehören. Sie würden gejagt, weil sie beim Fressen Felder umpflügen und ihr Fleisch einen höheren Preis erziele als das der Hausschweine. Ausserdem gefährde die Verbreitung der afrikanischen Schweinepest die kleinen Populationen. Ein weiteres Problem für das Überleben der Pustelschweine ist, dass sie sich gerne mit anderen Schweinearten, mit Wild- und Hausschweinen, kreuzen.

Mit dem Erlös aus der Kampagne zur Ernennung des «Zootiers des Jahres» soll unter anderem ein Ex-Situ-Projekt unterstützt werden, also ein Projekt in Zoologischen Gärten zur Erforschung wirkungsvoller Barrieren zwischen Wild- und Hausschweinen. Das Projekt möchte die negativen Interaktionen zwischen den Tieren und der Lokalbevölkerung minimieren. Auch der Zoo Basel beteiligt sich gemäss Communiqué finanziell am Artenschutzprojekt.

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