Mittwoch, 2. Dezember 2020
26.10.2020 06:01
Vereinsgründung

Engagement für schwere Kaltblüter

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Von: pd

Neu gibt es den Schweizerischen Ardenner- Zuchtverband. Ziel ist, die Rasse der Ardennerpferde in der Schweiz zu fördern.

In der Schweiz werden schon länger Ardennerpferde gehalten. Die schweren Kaltblüter sind gute Arbeits- und Zugpferde und wegen ihres ruhigen Charakters auch bei Freizeitreitern beliebt. Zudem finden sie in der Zucht der Burgdorfer-Pferde Verwendung.

 Tamara Wülser, die Präsidentin des neu gegründeten Vereins, hat selber eine Gruppe Ardenner und produziert Stutenmilch. Bis jetzt erhielten ihre Fohlen Papiere aus Luxemburg, es ist jedoch kompliziert, jeweils anerkannte Hengste für die jeweilige Decksaison zu finden, und KB wird bei Kaltblütern kaum gemacht. 

«Momentan gibt es kein Zuchtbuch für Ardenner in der Schweiz», erklärt Wülser. So erhielten viele in der Schweiz gezüchtete Ardenner bisher kein Abstammungspapier und sind fortan für die offizielle Zucht nicht mehr anerkannt. «Die Population der Ardenner ist klein, es ist schade, die Zucht einzuschränken nur, weil gewissen Tieren ein Papier fehlt, obwohl sie sonst vielleicht perfekt dem Zuchtziel der Rasse entsprechen würden.» So entstand die Idee der Gründung  eines Zuchtverbandes in der Schweiz.

Ardenner sind schwere Kaltblüter mit einem Gewicht von 800 bis 1000 Kilogramm. Sie stammen ursprünglich aus den Ardennen, einem Gebiet, das sich über Frankreich, Belgien und Luxemburg erstreckt. Die Gesamtpopulation der Ardenner ist klein, so werden sie zum Beispiel in Deutschland als bedrohte Nutztierrasse gefördert. Ziel des Schweizerischen Ardenner Zuchtverbandes ist, die Rasse in der Schweiz zu fördern und ein anerkanntes Zuchtbuch aufzubauen. 

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