Montag, 8. August 2022
29.11.2021 14:05
Deutschland

Film «Echte Fakten über Wölfe»

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Von: AgE

Unter dem Titel «Echte Fakten über Wölfe» hat der Förderverein der Deutschen Schafhaltung (FDS) einen Film zum Wolf in Deutschland herausgegeben. Damit wolle man der «Verklärung» über das Raubtier «erlebte» Fakten und die Einschätzung von Wolfsexperten entgegensetzen, erklärte das Landvolk Niedersachsen. 

Landvolkvizepräsident Jörn Ehlers und der FDS-Vorsitzende Wendelin Schmücker eine Regulierung des Wolfsbestands. Nur wenn der unbeschränkten Ausbreitung der Art in Deutschland Grenzen gesetzt würden, könne eine Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung in der Kulturlandschaft in Deutschland funktionieren.

Anderenfalls sei die Haltung von Schafen, Ziegen, Pferden und Rindern auf der Weide in Frage gestellt. Ehlers dankte Schmücker für den Film, der den betroffenen Tierhaltern eine Stimme verleihe. Ausserdem werde deutlich, dass alle Investitionen in den Herdenschutz, sei es durch Zäune oder durch Hunde, Wolfsangriffe nur verzögerten, aber nicht verhinderten.

Daneben werde auf einen Zielkonflikt innerhalb des Naturschutzes eingegangen, berichtete Ehlers. Denn unter dem Rückgang der Beweidung leide die Artenvielfalt des Grünlandes enorm. Der mit mehr als 15 000 Exemplaren allein in der Europäischen Union schon lange nicht mehr vom Aussterben bedrohte Wolf sei zum Maskottchen einer gut vernetzten Lobby aus Verbandsfunktionären geworden, die von seiner Ausbreitung profitierten und sich bisher jeder vernünftigen Diskussion verweigerten. 

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11 Responses

  1. „Der Wolf ist keine seltene und bedrohte Art!“ So ist es! Die Natur-Romantiker wollen uns den Wolf als notwendig und nützlich für uns dar. Ist er aber nicht!
    Der Wolf ist höchstens dort nützlich, wo der Mensch sich noch nicht angesiedelt hat und keine Nutztiere hält.
    Nein, der Wolf schadet. Vor allem, weil sich der Mensch politisch korrekt bedingt (Grüne, Kommunisten Umweltverbände, Massenmedien, Eliten), sich darum bringt, den Wolf intensiv zu bekämpfen.

  2. Ich sehe unser SRF in der Pflicht, diesen Film kurz nach 20:00 zu zeigen. Und zwar innert Wochen mehrmals! Allzu oft hat unser SRF mit Netz Natur und Andreas Moser die Wölfe als tolles und scheues Naturwunder vergöttert. Jetzt ist es an der Zeit, dass alle Schweizer erfahren wie verlogen unsere Naturschutzorganisationen den Herdenschutz predigen. Auch wir Weidetierhalter bezahlen die Radio- und Fernsehgebühren an SERAFE, also darf im SRF zur Hauptsendezeit nicht nur der Andras Moser predigen!

  3. weiss nicht genau was da für ein theater gemacht wird, denn wie früher , wenn sich solche wölfe unsrer weide näherte würde ich sofort schiessen. unsere väter haben sich schon gewehrt für haus und hof.

  4. Vorsicht, wenn eine Gruppe „Echte Fakten“ präsentiert. Leider ist das Video eine einzige grosse Enttäuschung. Es ist tendenziös, mit dramatischer Musik untermalt und verbreitet Horrorszenarien und keine neuen Erkenntnisse. Insgesamt ist es nicht hilfreich und wird vom Schweizer Bauer leider unkritisch und unkommentiert verbreitet.

  5. Dass zum Schluss des Videos der Wolf noch als massgebliches Risiko für die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bezeichnet wird, ist eine unbelegte Behauptung. Es gibt keine Hinweise dafür, dass Raubtiere und Aasfresser, wozu auch der Wolf gehört, bei der Verbreitung der ASP eine besondere Rolle spielen. Dazu ein brauchbares Faktenblatt: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00009612/FLI-Information_FAQ_ASP20170115.pdf

  6. Stephan: bezüglich „unkritisch und unkommentiert verbreitet“ gibt es hunderte von Beispielen von sda Meldungen im SB. Warum reklamierst du da nie? Weil es in dein Weltbild passt?
    Oder was ist mit dem Film von Netzwerk Natur, der einfach verschweigt, dass wir nun – statt den damals 40’000 Einwohnern – eben 8 Mio. Einwohner in der CH haben, und dass deshalb eine „Rückkehr zur Natur“, wie das gewisse Naturromantiker verlangen nur möglich ist, wenn die Menschen verarmen oder reduziert werden.

  7. Der Film schildert zwar die Realität. Echte Fakten sehen wir aber nun in der Natur. Der Wolf breitet sich recht schnell, über alle Landesteile der Schweiz aus. Fast täglich gibt es neue Meldungen und da werden auch noch Wölfe, vom Strassenverkehr , überfahren.
    Die Probleme für den Wolf werden nun täglich grösser, da der nötige Lebensraum, in der benötigten Dimension, bei uns schlichtweg,nicht mehr vorhanden ist. Der Kanton Wallis, geht den richtigen Weg.

  8. @ Beat: Betreffend Film nehme ich an, dass du NetzNatur des SRF meinst. Diese Filme habe ich nicht gesehen.
    Persönlich bin ich aber der Meinung, dass man versuchen sollte, jeweils beide Seiten anzuhören. Ich denke, es wäre hilfreich, wenn die Wiederbesiedlung der CH durch Wölfe als Fakt akzeptiert würde. Dann gilt es gemeinsam Lösungen (Herdenschutz, Entschädigungen, sonstige Unterstützungen etc.) zu finden. Dazu kann m.E. auch eine sorgfältig abgewogene Regulierung des Bestandes gehören.

  9. @ Beat: Wie dir bekannt ist, handelt es sich bei der sda um eine Nachrichtenagentur, die nationale und internationale Meldungen aus Politik, Sport, Wissenschaft, Kultur etc. journalistisch aufbereitet und gegen Gebühr publizistischen Organen wie Zeitungen, Newsportalen etc. zur Verfügung stellt. Es sind in der Regel eben gerade nicht Einzelmeinungen, die so verbreitet werden, weshalb ich bis anhin keinen Anlass sah, dies zu kommentieren.

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