Freitag, 25. Juni 2021
24.03.2020 14:16
Thurgau

Geschossener Wolf litt an Räude

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Der Mitte Februar in der Region Bischofszell TG erlegte Wolf M109 war krank. Er litt an Räude und an Entzündungen mehrerer Organe. Vor dem Abschuss hatte M109 mehrere Schafe gerissen.

Der kranke Wolf hielt sich seit Mitte Dezember 2019 auf dem Kantonsgebiet von Thurgau und St. Gallen auf. 

Das Raubtier hat im Grenzgebiet zwischen Thurgau und St. Gallen dabei mehrere Schafe und Lämmer gerissen. Zudem drang der Wolf in Ställe ein. Im November 2019 riss er Schafe bei Appenzell (AI) und Urnäsch (AR).

Aufgrund von mehreren Fotofallenbildern erhärtete sich der Verdacht, dass dieser Wolf krank war. Daher entschlossen sich die zuständigen Behörden zu einem Abschuss dieses Wolfes. «Dieser wurde am 18. Februar 2020 durch die Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau in Zusammenarbeit mit der St. Galler Wildhut in der Region Bischofszell ausgeführt», heisst es in einer Mitteilung des Kantons Thurgau.

M109 hatte auf beiden Körperflanken und am Schwanz praktisch keine Haare mehr. Untersuchungen des Zentrums für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern haben nun den Verdacht der Räude bestätigt. Zudem litt der Wolf an Entzündungen der Nieren, des Dickdarms und des Herzens. Für die Entzündungen verantwortliche Krankheitserreger konnten nicht nachgewiesen werden. Die Notwendigkeit des Abschusses habe sich damit bestätigt, schreibt der Kanton Thurgau weiter.

Bei M109 handelt es sich um ein männliches Tier. Alle in den vergangenen Wochen erfolgten Risse im Grenzgebiet der Kantone Thurgau und St. Gallen sind auf dieses Individuum zurückzuführen. Der Wolfsrüde wurde bereits im August 2019 im Bereich des Oberalppasses (UR) und beim Lukmanierpass (GR) erstmals nachgewiesen. Ob es bei M109 um einen Nachfahren der Schweizer Wolfspopulation handelt oder ob er von Italien her direkt zugewandert ist, ist derzeit noch ungeklärt.

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