Sonntag, 29. November 2020
13.04.2020 16:34
Deutschland

Hasenbestände nehmen leicht zu

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Von: AgE

Die Hasenbestände in Nordrhein-Westfalen entwickeln sich seit 2017 stabil mit einer leichten Tendenz nach oben, nachdem sie in den Jahren davor aus verschiedenen Gründen rückläufig gewesen waren. Das hat der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen (LJV) mitgeteilt.

Mittlerweile hoppelten zwischen Rhein und Weser durchschnittlich 19 Hasen auf einem Quadratkilometer. Damit sei Nordrhein-Westfalen weiterhin das Hasenland Nummer 1. Die Hasenbesätze in Nordrhein-Westfalen werden laut LJV-Angaben zweimal jährlich von Jägern in Referenzrevieren im ganzen Bundesland im Rahmen des bundesweiten Programms Wildtierinformationssystem der Länder Deutschlands (WILD) nach wissenschaftlichen Standards und unter Beteiligung renommierter Institute und Wildbiologen erhoben.

Diese Wildtiererfassung sei seit dem Jahr 2001 fest etabliert und wissenschaftlich anerkannt. Zwar gebe es vereinzelt Kritik an der Erhebung der Bestandszahlen durch Jäger. Wissenschaftlich sei die Wildtiererfassung durch Jäger mit WILD in den vergangenen zwei Jahrzehnten aber noch nicht beanstandet worden, unterstrich der Verband.

Die Jäger hätten die Populationsentwicklung des Hasen fest im Blick. Zudem hätten sie schon vor Jahren die Hegearbeit für den Hasen und andere Wiesenbewohner intensiviert. Gejagt würden Hasen nur in den Revieren, in denen die Nettozuwachsrate eine nachhaltige Bejagung erlaube. Die leicht positive Entwicklung des Hasen in den zurückliegenden Jahren sei auch ein Erfolg der Arbeit Jäger.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hatte kürzlich von einem Wachstum der Hasenpopulation in ganz Deutschland berichtet. Landesweit sei der durchschnittliche Bestand je Quadratkilometer von 11,8 auf 12,4 Tiere gestiegen. Der BUND Naturschutz (BN) in Bayern wies anlässlich des Osterfestes darauf hin, dass der Hase auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten steht.

Ein Grund dafür sei die Landwirtschaft. Sie habe zu einem kräftig verringerten Angebot an Nahrung und Versteckmöglichkeiten für die Tiere geführt, betonte die Naturschutzorganisation und forderte eine Ökologisierung der Agrarzahlungen und eine konsequente Umsetzung des erfolgreichen Volksbegehrens Artenvielfalt in Bayern.

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