Mittwoch, 28. September 2022
26.05.2021 08:08
Fisch

Kleinere Felchen in Berner Seen

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Von: lid

Die Felchen im Brienzer-, Thuner- und Bielersee wachsen heute langsamer als noch vor 35 Jahren. Das hat das Berner Fischereiinspektorat bei der Auswertung von rund 30’000 Datensätzen herausgefunden.

Seit 1984 betreibt das Fischereiinspektorat ein Felchenmonitoring und dokumentiert Alter, Länge und Gewicht von mit dem Netz gefangenen Felchen aus den drei grossen Berner Seen. Der Kanton Bern verfüge so über einmalige Daten zur Zusammensetzung des Felchenbestandes, schreibt das Fischereiinspektorat in einer Mitteilung. Die Auswertung der Daten zeige, dass die Berufsfischerinnen und -fischer auf den drei grossen Berner Seen ihre Netzfischerei auf Felchen seit über drei Jahrzehnten nachhaltig und ohne Überfischung der Bestände betreiben.

Das langjährige Felchenmonitoring belegt laut Fischereiinspektorat aber auch, dass Veränderungen in den Ökosystemen deutliche Auswirkungen auf die Felchen haben. Besonders klar zeige sich dies im Brienzersee. Dort seien die Felchenfänge in den letzten 35 Jahren aufgrund des Nährstoffrückgangs um über 90 Prozent zurückgegangen. Im Thunersee hingegen sei die Situation der Netzfischerei über die 35 Jahre hinweg trotz Nährstoffrückgang relativ stabil.

Die Fänge schwankten zwischen 20 und 40 Tonnen pro Jahr. Allerdings seien die gefangenen Felchen im Vergleich zu früher etwas leichter und kleiner und gleichzeitig sei das Fangalter höher. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch im Bielersee: Auch dort habe sich das Wachstum stark verändert und die Fische seien kleiner und schlanker, gleichzeitig aber markant älter.

Ursache seien der deutliche Nährstoffrückgang und möglicherweise auch die Klimaerwärmung, schreibt das Fischereiinspektorat.Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse prüfe das Fischereiinspektorat nun, ob die Schonbestimmungen für Felchen – unter anderem Maschenweiten und Fangmindestmasse – im Bieler- und Thunersee in Zukunft angepasst werden müssen.

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One Response

  1. „Ursache seien der deutliche Nährstoffrückgang und möglicherweise auch die Klimaerwärmung …“
    Wir wissen vom Vierwaldstättersee, dass die Fischproduktion zurückgegangen ist, weil der See zu sauber ist. Es hat zu wenig Phophoreintrag in den See.

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