Freitag, 23. Juli 2021
17.06.2021 12:24
Tierschutz

Kontrollen sollen Tod durch Weidezäune verhindern

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Der Schweizer Tierschutz fordert, dass Zäune bei Weideführung täglich kontrolliert werden. 

Jährlich sterben zwischen 3000 und 4500 Wildtiere wegen Zäunen einen qualvollen Tod. Die Anzahl verletzter Tiere dürfte laut Schweizer Tierschutz (STS) drei bis vier mal höher liegen. Besonders gefährlich sind verwahrloste, nicht unterhaltene Zäune sowie Weidenetze, die nicht täglich kontrolliert werden – der STS sieht dringenden Handlungsbedarf.

Zu den häufigen Unfallopfern zählen, Rehe, Rothirsche, Gämsen, Füchse, Feldhasen, Marderartige, Wildschweine, Höckerschwäne und Rotmilane, wie der Schweizer Tierschutz (STS) am Donnerstag in einer Mitteilung schrieb. Der STS fordert deshalb, dass Zäune bei Weideführung täglich kontrolliert werden sollen. Nicht mehr gebrauchte und nicht mehr unterhaltene Zäune seien umgehend zu entfernen, denn wer Zäune setze, sei für deren Funktion und Zustand verantwortlich.

Verantwortungsbewusste Landwirte und Tierhalter würden sich über die geeignete Zauntypen je nach Tierart und Situation und über die möglichen Gefahren unterschiedlicher Zaunsystemen informieren, hiess es weiter.

Nationalrätin Martina Munz (SP/SH) habe im Mai eine Interpellation eingereicht. Darin möchte sie vom Bundesrat wissen, welche zusätzlichen Massnahmen ergriffen werden könnten, um Unfälle bei Weidezäunen zu reduzieren und ob die Landesregierung bereit wäre, Anpassungen in relevanten Verordnungen vorzunehmen, schrieb der STS. Eine Antwort stehe noch aus.

Laut STS stellt der Bund ein Merkblatt «Weidezäune – richtiger Umgang rettet Leben von Wildtieren» zur Verfügung.

Mehr zum Thema
Tiere

Seit Januar 2021 verfolgt die Identitas AG, wie lange die Schaf- und Ziegenhalterinnen und -halter für die Erfassung der Meldungen ihrer Tiere brauchen. - Identitas AG Kleinwiederkäuer müssen seit Januar…

Tiere

Für die Lammfleischerzeugung wird aufgrund erhöhter Schlachtgewichte sogar ein Plus von 3,0 % auf 495’000 t erwartet. - Agrarfoto Bessere Witterungsbedingungen haben in Australien zu einer Wiederbelebung der Schafhaltung geführt. Diese war…

Tiere

Um die Tiere zu schützen wurde die Alpzeit abgebrochen. - Pixabay Nach einem Wolfsangriff bei dem 16 Tiere getötet wurden und einer anhaltenden Wolfspräsenz, wurden in der Region Klosters GR…

Tiere

Im vergangenen Jahr kam es bei der Markierung von Schafen und Ziegen teilweise zu entzündlichen Reaktionen an den Ohren. - zvg Seit 2020 müssen Halterinnen und Halter Schafe und Ziegen…

One Response

  1. Typisch SP, Grüne, Tierschutz und Naturschutz! Sie wollen wildlebende Wölfe. Von den Weidetierhaltern werden unnütze Herdenschutzmassnahmen gefordert. z.B. höhere Weidenetze, mehr Stromlitzen und mind. 3000 V.
    Aber dann um die armen Wildtiere jammern, welche sich in Zäunen verletzen könnten. Wann bemerken die ihren eigenen Irrsinn? Das Theater um die süssen Rehkitze vor den Mähern zu schützen bringt bald auch nichts mehr, wenn die Wölfe sie sowieso fressen werden!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE