Dienstag, 9. August 2022
26.07.2022 10:15
Wildtiere

Rehkitzrettung: 27’000 ha Wiesen überflogen

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Von: sda

Mit Drohnen hat die Rehkitzrettung in der abgelaufenen Saison zwischen Ende April bis Anfang Juli 3033 Rehjunge vor der Zerstückelung in einer Mähmaschine gerettet. Die Organisation flog mit ihren Geräten während 3647 Einsatztagen über 27’000 Hektaren Wiesen ab.

Damit stiegen die Einsatztage dank neu ausgebildeter Piloten gegenüber 2021 um 81 Prozent und die abgeflogenen Wiesenflächen um 67 Prozent, wie Rehkitzrettung.ch am Dienstag mitteilte. Die Zahl der gefundenen Jungtiere stieg um 18 Prozent.

Die Organisation führt diese relativ geringe Steigerung gegenüber den Einsätzen auf die relativ frühe Heuernte, die regional unterschiedliche Vegetation und die vermehrten Geburten der Kitze im Wald zurück. Viele Ricken seien beim frühen Mähtermin noch trächtig gewesen.

Die Such nach Kitzen durch den Verein Rehkitzrettung hat deutlich zugenommen.
Rehkitzrettung

Jeden Frühling bringen zahlreiche Ricken ihre Jungen ins hohe Gras, wo sich diese verstecken. Die Kitze haben in den ersten Lebenswochen einen Duckinstinkt, der sie vor natürlichen Feinden schützt, gleichzeitig aber eine Todesfalle ist.

Dadurch kommt es häufig vor, dass ein geducktes Rehkitz einer Mähmaschine zum Opfer fällt – im Durchschnitt geschieht das nach offiziellen Zahlen etwa 1500 Mal im Jahr. Die Dunkelziffer liegt allerdings bedeutend höher. Auszugehen ist gemäss Rehkitzrettung.ch von mehreren tausend getöteten Kitzen.

Rehkitzrettung.ch ist ein Verein, dessen ehrenamtliche Drohnenpilotinnen und -piloten mit Wärmebildkameras Wiesland überfliegen. Dabei arbeitet der Verein mit Jägern und Bauern zusammen. Er bildet jedes Jahr neue Teams aus.

Um in Zukunft das Angebot von Rehkitzrettung Schweiz noch flächendeckender erbringen zu
können, werden jährlich neue Rettungsteams ausgebildet. Ab August 2022 werden daher
wieder Informationsveranstaltungen in der ganzen Schweiz durchgeführt. -> Mehr dazu hier

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2 Responses

  1. Hoffentlich wird von der Jagd nicht vrgessen diese zusätzlichen Tiere zu schiessen. Die zu hohen Wildbestände sind so schon eines der grössten Probleme für den Schweizer Wald.

  2. Zum Kommentar von Waldbauer:
    Durch die zu starke Jagd wurde das Feldtier
    Reh erst in den Wald gedrängt.
    Kein Wunder muss es nun dort Futter finden.
    Alles Menschgemacht.
    Jagd verbieten dann gibt es auch keine Waldschäden mehr.

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