Sonntag, 14. August 2022
24.06.2022 16:52
Jagdgesetz

Ständerat will Wölfe vorbeugend regulieren

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Wölfe sollen künftig nicht nur geschossen werden dürfen, wenn sie Schäden angerichtet haben, sondern auch um künftige Schäden zu verhüten. Die Umweltkommission des Ständerates nimmt einen neuen Anlauf für eine Anpassung des Jagdgesetzes.

Die Kommission verabschiedete mit 9 zu 2 Stimmen einen Entwurf für eine Teilrevision des Jagdgesetzes, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Im Zentrum steht die proaktive Regulierung von Wolfsbeständen. Dies soll nicht nur Schäden verhindern, sondern auch dass Wölfe Menschen gefährden.

2020, vor fast zwei Jahren, lehnten die Stimmberechtigten das Jagdgesetz ab, mit dem die Wolfsjagd neu geregelt worden wäre. Bei einem Ja hätten Wölfe präventiv geschossen werden dürfen, also auch dann, wenn sie noch keinen Schaden angerichtet haben. Die Gegnerinnen und Gegner sprachen damals von «Abschüssen auf Vorrat».

Die Umweltkommission des Ständerates (Urek-S) schlägt nun einen neuen Artikel a im Jagdgesetz vor. Er soll rechtliche Grundlage für den vorbeugenden Abschuss von Wölfen sein. Bevor ein Wolf getötet werden kann, muss aber wie heute das Bundesamt für Umwelt (Bafu) seine Zustimmung geben.

Innerhalb von drei Jahren habe sich der Bestand von Wölfen in der Schweiz verdreifacht, befand die Urek-S. Es müsse deshalb zügig «die nötige Handlungsfähigkeit» geschaffen werden. Wölfe, die ihre natürliche Scheu verloren haben, in Siedlungen auftauchen und so zum Risiko für Menschen werden, sollen leichter erlegt werden können.

Schliesslich nimmt die Urek-S auch ein Anliegen der Kantone auf. Beschädigen Biber Infrastrukturen – etwa indem sie Bachböschungen untergraben – sollen neu der Bund und die Kantone aufkommen. Biber sind grundsätzlich geschützt und dürfen nicht gejagt werden.

Mehr zum Thema
Tiere

Brown-Swiss-Stier Beautician, geb. Okt. 1960 aus den USA. - Braunvieh Schweiz Knapp 100 Jahre nachdem 1869 die ersten Schweizer Braunviehtiere nach Amerika exportiert wurden, startete der Verband den «Interzuchtversuch» mit…

Tiere

Grand Champion Bruna OB 2022, Senior Miss, Vize-Schöneuter Senior: Orlando Odessa, René Stalder, Hasle LU. - Robert Alder Braunvieh Schweiz hat die Toplisten der besteingestuften Braunvieh- und Brown-Swiss-Kühe im ersten…

Tiere

Mortellaro tritt in Laufställen häufiger auf als in Anbindeställen.  - zvg In einer kanadischen Studie wurden laut dem Kälbergesundheitsdienst bei 12’260 Holsteinkühen auf 62 Milchviehbetrieben mit Laufstallhaltung Faktoren ermittelt, die das Auftreten von…

Tiere

Mortellaro ist die häufigste Klauenerkrankung bei Milchvieh und verursacht hohe Kosten.  - zvg Mortellaro, eine bakterielle Klauenerkrankung, führt bei den Tieren zu Schmerzen und bei Tierhaltern zu Verlusten. Mit dem…

One Response

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE