Dienstag, 15. Juni 2021
17.05.2021 06:06
Zug

Unbekannte töten Auerhahn

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Von: mgt/ats

Trotz eingeleiteter Schutzmassnahmen wurde am Freitag im Gebiet Höhronen – Gutschwald ein Auerhahn tot aufgefunden. Da menschliche Einwirkung momentan als wahrscheinlichste Totdesursache gilt, wird Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Die Bestände von Auerhühnern sind seit Jahrzehnten rückläufig. Gleichzeitig hat sich das Verbreitungsgebiet verkleinert. Um den Auerhuhnbestand in der Schweiz langfristig zu sichern, haben Bund und Kantone Schutzgebiete ausgeschieden. So auch im Kanton Zug, unter anderem im Gebiet Gutschwald.

Die Korporation Oberägeri als Waldbesitzerin setzt entsprechende Förder- und Schutzmassnahmen erfolgreich um. Die Tiere sind auf störungsarme, locker bestockte und reich strukturierte Nadelwälder höherer Lagen angewiesen.

Konflikte haben zugenommen

Die Nutzung des Waldes als Erholungsraum hat stark zugenommen. So auch im Auerwildgebiet Gutschwald. Das Konfliktpotential ist hier besonders hoch, weil das Gebiet am Rande eines Erholungsschwerpunktes liegt und zwei veritable Auerhähne ihr Balzgehabe im Umfeld von zwei Wegen aufführen.

Dies führte bereits in der Vergangenheit zu kritischen Begegnungen, insbesondere zwischen Hähnen und Bikern.

Wege während Paarungszeit sperren

Um dies zu vermeiden und um die scheuen Weibchen nicht abzuschrecken, hat das Amt für Wald und Wild in Absprache mit der Eigentümerschaft, der Gemeinde, der Jägerschaft und NGO’s bereits vor längerer Zeit einen Wanderweg verlegt und diesen Frühling die Benutzung einer Waldstrasse während der kritischen Zeit für sechs Wochen temporär umgeleitet; dies zum Schutz der Hähne und in der Hoffnung auf Nachwuchs.

Vor Ort führt ein Rangerdienst Kontrollen durch. Trotzdem konnte nicht gänzlich verhindert werden, dass die Wege immer noch vereinzelt befahren bzw. begangen wurden.

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