Sonntag, 18. April 2021
07.04.2021 13:01
Tierschutz

Viele Libellen auf der Roten Liste

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Bald schlüpfen in der Schweiz die ersten Libellen. Ein grosser Teil von ihnen steht indessen auf der Roten Liste. Saubere Fliessgewässer mit grossen Auen sind rar geworden. Auch fehlen nährstoffarme stehende Gewässer und Feuchtwiesen.

Von 76 in der Schweiz nachgewiesenen Libellenarten sind drei bereits ausgestorben, wie die Naturschutzorganisation Birdlife Schweiz am Mittwoch mitteilte. 30 Arten stehen auf unterschiedlichen Gefährdungsstufen und 42 gelten als nicht gefährdet. Für eine Art fehlen die Daten für eine Einstufung.

Die Libellen sind für die Fortpflanzung auf verschiedenste Gewässer angewiesen. Einige Arten zeigen sich nicht wählerisch. Andere hingegen brauchen bestimmte Gewässertypen wie Quell- oder Moorgewässer, Bergseen, Kiesgruben mit Pioniercharakter, Bäche und Flüsse. Darüber hinaus benötigt jede Art auch ein Netz von Gewässern, um eine überlebensfähige Population zu bilden.

Diese Lebensräume sind gemäss Birdlife gefährdet. Fliessgewässer sind kanalisiert, Auen zerstört. Um die Lebensräume wieder entstehen zu lassen, braucht es grosse Räume für Revitalisierungen. Teiche in Mooren müssen vor Dünger und Pestizid geschützt werden.

Magerwiesen, Buntbrachen und Waldränder sind für viele Libellen für die Nahrungsuche wichtig. Die erwachsenen Libellen ernähren sich von Insekten aller Art und sind somit ebenfalls durch das Insektensterben beeinträchtigt.

Birdlife stellt in einem neuen Feldführer alle 72 regelmässig in der Schweiz vorkommenden Libellenarten vor. Konkret engagiert sich die Organisation für eine ökologischen Infrastruktur.

Direkt fördert Birdlife verschiedene Projekte etwa in Neeracherried ZH, wovon die dort bedeutende Population der Kleinen Binsenjungfer sowie Feuerlibelle und Pechlibelle profitieren. In der Moorlandschaft Rothenthurm SZ bieten angestaute Gräben und Kleingewässer der Arktischen Smaragdlibelle, der Kleinen Moosjungfer und weiteren Arten Lebensraum.

Libellen haben zwei Flügelpaare. Das befähigt sie zu abrupten Richtungswechseln und zum Stillstand in der Luft. Einige Arten fliegen sogar rückwärts. Libellen sind ungiftig und können nicht stechen.

Mehr zum Thema
Tiere

Auf die 100000er-Kuh Wiero Julia ist Ferdinand Bergmann besonders stolz. - Christian Zufferey Landwirt Ferdinand Bergmann lebt von seinen Milchkühen. Besonders ans Herz gewachsen sind ihm jedoch seine Pfauenziegen. Doch…

Tiere

Die Voraussetzungen für ein Schweizer «Superschaf» – oder betriebsindividuelle «Superschafe» – sind in der Schweiz gegeben. - zvgUnabhängig vom Produktionssystem: Eine erfolgreiche Ablammung mit wenig Verlusten ist besonders wichtig –…

Tiere

Solche Klauen möchte man nicht mehr sehen: Klauenfäule auch Moderhinke genannt. - Vrena CrameriWegen schmerzhafter Entzündungen der Klauen können betroffene Tiere oft kaum mehr gehen und nur noch auf den…

Tiere

Ziegen konnten die Probleme besser… - Anja Tschannen… lösen als Schafe. - Kathrin Herren Wenn es darum geht, sich auf neue Situationen einzulassen, haben Ziegen die Nase vorn: Im Vergleich zu…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE