Mittwoch, 20. Januar 2021
29.10.2018 10:25
Forschung

Wilde Säugerherden gut fürs Klima

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Von: AgE

Während Rindern in der landwirtschaftlichen Nutzung in der Regel ein schlechtes Zeugnis hinsichtlich ihrer Klimabilanz ausgestellt wird, können pflanzenfressende Säugetiere in der Wildnis offenbar einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Eine aktuelle Studie von Forschern der schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (SLU) und weiteren internationalen Partnern attestiert grossen Herdentieren jedenfalls einen beachtlichen Beitrag bei der Kohlenstoffbindung in verschiedenen Ökosystemen. 

Nach den Ergebnissen einer entsprechenden Studie fällt beispielsweise die Speicherfähigkeit von tropischenWäldern ohne grosse Säugetiere um 10% kleiner aus als in vergleichbaren Biotopen, in denen solche Tiere vorkommen. Auch in tropischen Savannengebieten lasse sich ein positiver Einfluss von Säugerherden auf das Bodenleben, die Kohlenstoffspeicherung und die Biodiversität nachweisen. In der Serengeti hätten sich Regionen mit schlechter klimatischer Bilanz nach der Wiederansiedlung von Gnuherden sogar in Kohlenstoffsenken verwandelt. 

Für arktische Ökosysteme zeigt die Studie des internationalen Forscherteams ebenfalls einen positiven Beitrag von Grosssäugern auf den Klimaschutz, da die Tiere der zunehmenden Verbuschung von Tundragebieten entgegenwirken und so die Erwärmung von Permafrostböden und die damit verbundenen Methanverluste bremsen. Die Wissenschaftler plädieren daher für die konsequente Wiederansiedlung von grossen Säugetieren in Gegenden, aus denen sie zuvor verschwunden waren.

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