Mittwoch, 25. November 2020
28.10.2020 14:30
Bern

Wolf dürfte 9 Schafe gerissen haben

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Südlich der Stadt Bern streift ein Wolf umher. Das Raubtier hat nach Einschätzung der Behörden mehrere Schafe gerissen haben. Die Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern verlangt ein rasches Handeln des Kantons.

Zwischen dem 11. und 24. Oktober wurden mehrere tote und verletzte Schafe aufgefunden. 

DNA-Analyse steht noch aus

Wie die «Berner Zeitung» berichtet, fand Schafzüchter Fritz Streit am 11. Oktober am Dorfrand von Toffen drei seiner Schafe tot auf.  Ein weiteres Tier war an den Hinterbeinen verletzt und musste getötet werden. 

Die Resultate der DNA-Analyse liegen nach über zwei Wochen nach dem Vorfall noch nicht vor. Doch nun spricht sogar der Kanton beim Verursacher von einem Wolf. Denn lediglich 8 Tage später wurden im nur wenige Kilometer von Toffen entfernten Rüeggisberg Risse festgestellt. Am Abend des 19. Oktobers wurde ein schwer verletztes Schaf vorgefunden. Dieses musste getötet werden. Am Morgen des 20. Oktober wurden auf dem Gemeindegebiet, in der Ortschaft Helgisried, zwei tote Schafe und ein verletztes Tier entdeckt.

Am 22. Oktober wurde gemäss «Berner Zeitung» in Rüschegg ein gerissenes Schaf auf einer ungeschützten Weide entdeckt. In der Nacht auf den 24. Oktober wurde schliesslich in Riggisberg ein schwer verletztes Tier gefunden. Auch dieses musste getötet werden. 

Für Kanton kommt nur Wolf infrage

Für den Mediensprecher des Mediensprecher des Jagdinspektorats, Niklaus Bernhard, kommt als Angreifer in so kurzen Zeitabständen nur ein Wolf infrage. «Ob für alle Risse dasselbe Tier verantwortlich ist, ist unklar», sagt er zu «Berner Zeitung». Er geht aber nicht davon, dass sich mehrere Wölfe im Gebiet aufhalten. 

Für die Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern muss der Kanton nur unverzüglich handeln. «Es beunruhigt uns sehr, dass auf den Herbstweiden jetzt so viele Schafe gerissen werden», schreibt die Vereinigung in einer Mitteilung. Sie selber spricht von insgesamt 12 Rissen in der Region.

Abschuss gefordert

Für «fehlbare» Grossraubtiere müsse das Jagdinspektorat den Abschuss erlauben. «Von den Gegnern vom Jagdgesetz erwarten wir, dass sie nun aktiv werden und sich dafür einsetzen, dass Wölfe, welche Nutztiere reissen, zum Abschuss freigegeben werden», heisst es in der Mitteilung weiter. 

Das in Rüschegg gerissene Schaf habe sich auf einer Weide direkt bei einem Restaurant aufgehalten. «Einmal mehr müssen wir feststellen, dass der Wolf keine Scheu vor dem Menschen zeigt und sich problemlos in Wohngebieten aufhält», hebt die Vereinigung zum Schutz vor Grossraubtieren hervor. 

-> Hier gehts zur interaktiven Karte

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