Dienstag, 18. Mai 2021
30.11.2018 17:25
Artenschutz

Wolf: Weiterhin höchster Schutz

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Wölfe geniessen in Europa vorerst weiterhin höchsten Schutz. Ein neuer Anlauf der Schweiz, das Schutzniveau der Wölfe im Berner Artenschutzabkommen zurückzustufen, scheiterte am Freitag, wie eine Sprecherin des Europarats in Strassburg mitteilte. Das für die Überwachung der Artenschutzkonvention zuständige Komitee habe beschlossen, die Abstimmung über den Schweizer Antrag zu vertagen.

Die Experten wollten zunächst eine im kommenden Jahr geplante, grossangelegte Untersuchung über die Lage der Wölfe in Europa abwarten, erläuterte die Sprecherin. Diese Untersuchung solle von der Europäischen Union und dem Europarat gemeinsam vorgenommen werden. 

Die Schweiz, die zu den Unterzeichnern der 1979 verabschiedeten Berner Artenschutzkonvention gehört, versucht bereits seit Jahren, die Schutzbestimmungen für Wölfe zu lockern. Einer für den Agrarausschuss im EU-Parlament erarbeiteten und im August veröffentlichten Erhebung zufolge gibt es in Europa derzeit rund 17’000 freilebende Wölfe. Mehr als die Hälfte von ihnen leben im Balkan und in den osteuropäischen Staaten. 

In Westeuropa gibt es die grössten Wolfsbestände auf der iberischen Halbinsel (rund 2500 Tiere) und in Italien (an die 800). Der Bestand nimmt nach dieser Erhebung in vielen Regionen seit einigen Jahren kontinuierlich zu. In den Schweizer Alpen leben nach Schätzungen des Vereins CHWOLF heute rund 45 Wölfe.

In Deutschland waren die Wölfe seit Anfang des 20. Jahrhunderts ausgestorben, bis um das Jahr 2000 wieder einige Tiere aus Polen in die Oberlausitz gelangten. Seither breitete sich das Raubtier kontinuierlich aus. Heute schätzt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) den Bestand auf rund 60 Rudel, die vor allem im Osten Deutschlands – in Sachsen und Brandenburg – leben. Gegen die Präsenz der Raubtiere machen Züchter von Nutztieren, vor allem von Schafen, seit Jahren mobil.

Mehr zum Thema
Übrige Tiere

Der LBV stehe für eine flächengebundene Tierhaltung, weshalb sich mögliche Obergrenzen in erster Linie auch an der Fläche der Betriebe orientieren sollten. - Agrarfoto Der Landesbauernverband (LBV) Brandenburg hat den…

Übrige Tiere

Da menschliche Einwirkung momentan als wahrscheinlichste Totdesursache gilt, wird Anzeige gegen Unbekannt erstattet. - KaPo Zug Trotz eingeleiteter Schutzmassnahmen wurde am Freitag im Gebiet Höhronen – Gutschwald ein Auerhahn tot…

Übrige Tiere

In Australien richten Wildschweine jährlich Schäden in Höhe von mehr als 71 Mio. Franken an. - zvg Australien ist ein neuartiger Wildschweineköder entwickelt worden, bei dem das Konservierungsmittel Natriumnitrit als…

Übrige Tiere

Eine Coronavirus-Mutation war auf dänischen Nerzfarmen festgestellt worden. - Derek Naulls Dänemark hat mit dem Ausgraben von etwa vier Millionen Nerzen begonnen, die im Herbst aus Furcht vor einer Coronavirus-Variante…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE