30.07.2017 11:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Italien
Bär bricht in Wohnung ein
Ein Bär hat einem Paar mit zwei Kindern in den italienischen Abruzzen einen gehörigen Schrecken eingejagt: Das Tier war am Samstag kurz nach Mitternacht in das Appartement der Familie in der Gemeinde Villavallelonga am Nationalpark Abruzzen eingedrungen, wie die Tageszeitung «La Repubblica» berichtete.

Offenbar habe der Braunbär etwas Fressbares gesucht. Das Tier hatte den Alarm ausgelöst, was den Familienvater zunächst an einen Einbrecher denken liess. Stattdessen stand ein Bär im Wohnzimmer. Die Familie habe sich in einem Zimmer verbarrikadieren können und um Hilfe gerufen, hiess es weiter.

Weil der Bär nicht mehr nach draussen gefunden habe, sei er unruhig geworden und habe Teile der Wohnung verwüstet. Er sei schliesslich von einem Tierarzt, der kurz darauf mit der Polizei und Verantwortlichen des Nationalparks eintraf, betäubt und später wieder im Nationalpark freigelassen worden.

Ein Unbekannter ist der etwa drei Jahre alte und 120 Kilogramm schwere Bär nicht, wie das Blatt weiter berichtete: Er sei schon mehrmals in Hühnerställe eingebrochen und werde deshalb mit einem Peilsender überwacht. Der nächtliche Zwischenfall könnte darum ein Nachspiel für den Bären haben, befürchten Verantwortliche des Parks.

In Italien gibt es nach Angaben der Südtiroler Landesverwaltung drei getrennte Braunbären-Populationen, eine davon in den zentralen Apenninen. Ihre Grösse wird auf 40 bis 50 Tiere geschätzt. In den vergangenen Jahrzehnten seien viele Braunbären von Wilderern getötet worden.sda

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