1.02.2019 10:32
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
Zürich
Bäuerin setzt auf Rentiere
Seit kurzem leben bei Salome Fürst im zürcherischen Dachsen zwölf Rentiere. Die junge Landwirtin hat grosse Pläne.

In den nächsten Jahren übernimmt Salome Fürst den Betrieb ihres Vaters in Dachsen ZH. Auf dem Selbstpflückhof konnte man bis anhin Beeren und Früchte selber ernten. Nun will die 21-jährige Landwirtin etwas Neues wagen. 

Für 500 Franken bietet sie Rentier-Einzelpatenschaften an. 250 Franken kostet eine Teilpatenschaft. Auch Trekkingtouren und Fotoshootings mit den Tieren sind geplant. Fürst wolle vor allem mit Menschen arbeiten, schreibt "der Landbote". Aktuell besucht sie die Landwirtschaftsschule Strickhof in Wülflingen. Dort macht sie die Ausbildung zur Agrartechnikerin und Betriebsleiterin. 

Ziel ist, nach und nach eine Rentierzucht mit 50 bis 100 Tieren aufzubauen. Fürst hat sich entschieden, eines der beiden Männchen in der Herde nicht zu kastrieren, sondern als Zuchtstier einzusetzen. 

"Rentiere sind in der ganzen Schweiz eine Rarität", meint Fürsts Vater. Sie seien ziemlich aufwändig. Jedes Tier brauche rund ein Kilogramm Kraftfutter pro Tag. Mineralstoffe, besonders Selen, seien wichtig um einen Mangel und somit folgliche Störungen des Immunsystems und der Muskeln zu vermeiden. 

Damit Fürst überhaupt Rentiere halten darf, musste sie einen 10-täggen Hierschhalterkurs absolvieren. In 300 Praxisstunden auf dem Hof eines erfahrenen Züchters eignete sich die Bäuerin die nötige Erfahrung im Umgang mit den nordischen Tieren an. Da der Praxisausbildner mit der Rentierhaltung aufzuhören plante, durfte die junge Frau die Tiere auch gleich übernehmen.

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