12.02.2018 08:03
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
DK: Rinderhalter fürchten Wolf
Die dänischen Rinderhalter beobachten die Ausbreitung des Wolfs in ihrem Land mit Sorge und fürchten drastische Folgen für die Weidehaltung und den Naturschutz.

Der Präsident des Verbandes der dänischen Fleischrindhalter, Per Lynge Laursen, warnte in der vergangenen Woche explizit vor einem breiten Ausstieg aus der Weidewirtschaft, sollten die Übergriffe durch Wölfe weiter zunehmen. 

In der Folge dürfte die Pflege der artenreichen Kulturlandschaft nicht mehr in bisherigem Masse möglich sein. Laursen zufolge sind die Halter nicht nur durch die zunehmende Zahl an Rissen besorgt. Auch der durch umherstreifende Wölfe auf die Rinder und andere Weidetiere ausgelöste Stress verursache Unruhe und wirke sich nachgewiesenermassen auf die Gesundheit und Fruchtbarkeit der Nutztiere aus. 

Der Verbandspräsident pocht daher auf effektive Präventionsmassnahmen, aber auch auf eine Entnahme auffälliger Beutegreifer. Zwar begrüsst Laursen, dass sich Landwirtschaftsminister Esben Lunde Larsen für einen pragmatischen Umgang mit dem Wolf einsetzt. Er mahnte den Minister aber gleichwohl zur Eile bei der Entwicklung eines für alle Seiten tragfähigen Wolfsmanagementplans. 

Verzögerungen würden hier spürbare Konsequenzen nach sich ziehen, die eindeutig zu Lasten des Naturschutzes gingen. Auch wäre es sicher nicht im Sinne des Tierwohls, wenn Halter ihre Weidetiere aus Angst vor dem Wolf in Ställe sperrten, gab der Verbandschef zu bedenken.

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