24.06.2018 20:04
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
DK: Wolfsabschuss erleichtert
Die dänische Regierung erleichtert den Abschuss auffälliger Wölfe. Wie Landwirtschaftsminister Jakob Ellemann-Jensen am vergangenen Donnerstag bekanntgab, wurde dafür die Definition von „Problemwölfen“ deutlich erweitert.

Künftig soll die zuständige dänische Umweltschutzbehörde beispielsweise die Erlaubnis zur Entnahme bereits dann erteilen, wenn sich der Beutegreifer über mehrere Tage bewohnten Gebäuden oder Menschen auf weniger als 50 m nähert. Dies soll auch gelten, wenn Wölfe sich auf Haustiere als bevorzugte Beutetiere festlegen und sich auch nicht von den vorgeschriebenen Schutzmassnahmen abhalten lassen. 

Die Behörde soll darüber hinaus die Erlaubnis zur Entnahme erteilen, wenn der Wolf Hunde angreift und wenn das Tier Anzeichen für eine gefährliche Erkrankung wie Tollwut zeigt. Ellemann-Jensen erklärte, dass die Voraussetzungen für den Abschuss auffälliger Tieren bisher zu eng gefasst gewesen seien. Er sei jedoch überzeugt, dass der Schutz von Menschen und Haustieren mit der nun konkretisierten Definition von „Problemwölfen“ spürbar verbessert werde. 

Nach Angaben des Kopenhagener Agrarressorts ist die Neuregelung zu den „Problemwölfen“ Teil des derzeit noch in Arbeit befindlichen neuen Managementplans für den Umgang mit dem Wolf in Dänemark. Ein erster Entwurf dazu soll im Herbst vorgelegt werden. Ellemann- Jensen will ausserdem auf europäischer Ebene auf einen flexibleren Umgang mit auffälligen Beutegreifern hinarbeiten.

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