27.06.2019 09:35
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
F: Wolfsbestand erreicht Zielgrösse
In Frankreich ist es jetzt amtlich, dass der Wolfsbestand die zur Sicherung der Population angestrebte Grösse von mindestens 500 Individuen erreicht hat.

Wie aus der offiziellen Überwinterungsbilanz des Nationalen Büros für Jagd und Wildtiere (ONCFS) hervorgeht, lebten zum Ende des vergangenen Winters geschätzte 530 Wölfe in Frankreich. Die Fachleute gehen von mindestens 479 und höchstens 578 Exemplaren des Beutegreifers aus. Zum Ende des vorangegangenen Winters war die Population auf 430 Wölfe veranschlagt worden.

Verantwortlich für den Populationsanstieg ist nach Angaben des ONCFS vorwiegend eine höhere Individuendichte in den Alpenregionen, wo sich der grösste Verbreitungsschwerpunkt in Frankreich befindet. Die Kolonialisierung neuer Gebiete spiele aber auch eine Rolle. So seien im vergangenen Jahr unter anderem erstmals Wölfe im Département Pyrénées-Atlantiques und in weiteren Teilen des Zentralmassivs nachgewiesen worden. Laut Bericht hat sich die Zahl der Gebiete mit dauerhafter Präsenz von 74 auf derzeit 92 erhöht.

Auch die Rudel haben sich vermehrt. Deren Anzahl ist von 57 auf 68 angestiegen. Genauer untersucht werden muss dem ONCFS zufolge, wie sich der Abschuss eines Wolfes auf die örtliche Populationsstruktur auswirkt. In mehreren Fällen hätten die Wolfsvorkommen ihren Status als Rudel verloren. Es sei aber noch unklar, ob das mit den dortigen Entnahmen zusammenhänge.

Bis auf weiteres nicht weiter wachsen wird dagegen die Population der Braunbären in den westlichen Pyrenäen. Im vergangenen Jahr waren unter scharfen Protesten der örtlichen Tierhalter zwei weibliche Bären ausgewildert worden. Eines der beiden Tiere hatte zuletzt zwei Junge geführt. Wie das ONCFS nun bekanntgab, sind die Jungtiere höchstwahrscheinlich nicht mehr am Leben und wurden offenbar von einem männlichen Bären getötet.

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