14.07.2020 09:16
Quelle: schweizerbauer.ch - ral/blu
Freiburg
Goldschakal im Kanton Freiburg
Im Juni 2020 wurden innerhalb einer Woche im Kanton Freiburg mehrere Beobachtungen von Goldschakalen gemacht, wie die Freiburger Staatskanzlei mitteilt.

Die erste direkte Sichtung fand am 19. Juni in der Region des Jagdbanngebiets Dent de Lys statt, die zweite am 26. Juni in der Gemeinde Le Mouret. In beiden Fällen wurde das Tier während des Tages beobachtet, was auf ein männliches Individuum auf der Suche nach einem neuen Territorium hindeutet. 

Die letzte Beobachtung der Art im Kanton Freiburg erfolgte am 2. Dezember 2019, als auf der Kantonsstrasse zwischen Galmiz und Sugiez ein entsprechender Kadaver gefunden wurde. Der Kanton geht davon aus, dass weitere Goldschakale auftauchen werden. Da der Goldschakal auf natürlichem Weg in die Schweiz gelangt ist, gilt er gesetzlich als einheimische Grossraubtierart und ist ebenso wie der Bär, Wolf oder Luchs geschützt.

Der Goldschakal gehört zur Familie der Canidae, dessen Verbreitungsgebiet sich von Südostasien über den Nahen Osten bis nach Europa erstreckt. Für den Menschen völlig harmlos, ähnelt er einem mittelgrossen Hund mit buschigem Fell. Er ist ein Allesfresser und sein Nahrungsspektrum ist dem des Fuchses sehr ähnlich. Der Goldschakal lebt meist paarweise oder in kleinen Rudeln und hat ein hoch entwickeltes Sozialleben. Der Wolf ist einer seiner natürlichen Feinde.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE