29.06.2017 09:25
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bienen
Hohe Verluste bei den Bienenvölkern
Nur noch sieben von zehn Bienenvölkern standen in diesem Frühling für die Bestäubung und die Honigernte zur Verfügung. Gemäss Apisuisse, dem Dachverband der Imker, gehören diese Verluste zu den höchsten der Beobachtungsperiode.

Die Völkerverluste des vergangenen Winters fallen hoch aus. Dies zeigen die offiziellen Werte, die die Schweizer Imkerverbände seit 10 Jahren mit einer Umfrage bei weit über tausend Imker und Imkerinnen in allen drei Landesteilen und dem Fürstentum Liechtenstein erheben.

Gemäss der Umfrage haben 14 Prozent der Völker den Winter nicht überlebt. Bei 6.8 Prozent gab es Probleme mit der Königin. Gemäss Apisuisse bedeutet dies für ein Bienenvolk zu dieser Jahreszeit den Tod. Weiter 9.9 Prozent der Völker waren in diesem Frühling zu schwach, um sich zu einem starken Volk zu entwickeln. Die Bilanz sieht gravierend aus. «Von zehn im Herbst 2016 eingewinterten Bienenvölkern standen im Frühling lediglich noch sieben für die Bestäubung und die Honigernte zur Verfügung», teilt der Dachverband der Imker mit.

Gemäss Apisuisse gehören diese Verluste zu den höchsten der Beobachtungsperiode und variieren wie stark von Kanton zu Kanton. Als Ursache bei den Verlusten steht an erster Stelle die Varroamilbe. Bei den Königinnenproblemen könnten gewisse Insektizide eine bedeutende Rolle spielen.

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