31.10.2016 15:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Italien
Hunde bellten 30 Minuten vor Beben
Hunde im Valnerina-Tal in der mittelitalienischen Region Marken haben eine halbe Stunde lang vor dem verheerenden Erdbeben am Sonntagmorgen geheult. «Plötzlich haben die Hunde in der Umgebung begonnen, auffallend stark zu bellen, es war beeindruckend», berichteten Zeugen nach dem Erdbeben.

Dass sich Tiere Stunden und Tage vor einem Erdbeben seltsam verhalten und Fluchtreaktionen zeigen, ist bekannt. Bauern berichteten in der an Kärnten grenzenden Region Friaul, dass am 6. Mai 1976 Mäuse aus dem Boden krochen und Stalltiere panisch wurden, bevor am Abend die Erde bebte und dadurch knapp tausend Menschen starben.

Weltweit versuchen Wissenschafter das Phänomen der tierischen Vorahnung seit Jahren zu ergründen. Bereits der griechische Naturforscher Plinius der Ältere, der beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 starb, berichtete ausführlich über Warnsignale von Tieren bei Naturkatastrophen. Doch was Tiere veranlasst, vor einem starken Erdbeben verrückt zu spielen, ist nicht geklärt. Erdbebenforscher vermuten: Weil sich die Luft vor Erdbeben verändert, können Tiere die Gefahr quasi riechen. Offenbar könnten Tiere Erschütterungen durch Infraschall auch rechtzeitig fühlen.

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