2.09.2016 16:13
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Hunde
Hundekurs-Pflicht soll bleiben
Hundehalter sollen weiterhin einen Kurs besuchen müssen - aber nur, wenn sie zum ersten Mal einen Hund halten. Für diese Lösung hat sich die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des Nationalrates ausgesprochen.

Ein Teil der Kommission möchte dem Ständerat folgen und das Hundekurs-Obligatorium abschaffen. Der Entscheid war knapp: Mit 12 zu 11 Stimmen bei 1 Enthaltung sprach sich die Kommission dafür aus, das Obligatorium nur für «Wiederholungshundehalter» aufzuheben, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten.

Sie habe eine breite Diskussion geführt und Experten angehört, hält die Kommission fest. Die Mehrheit sei zum Schluss gekommen, dass die Hundekurse in der Bevölkerung grundsätzlich breit akzeptiert seien. Die Mängel der heutigen Regelung sollten aber behoben werden.

Geht es nach der Nationalratskommission, sollen erfahrene Hundehalter künftig weder die theoretische noch die praktische Ausbildung absolvieren müssen. Der Nationalrat entscheidet in der Herbstsession.

Auch der Bundesrat hatte sich dafür ausgesprochen, an den obligatorischen Hundekursen festzuhalten. Bundesrat Alain Berset stellte aber im Ständerat eine Lockerung des Regimes für jene in Aussicht, die nicht zum ersten Mal einen Hund halten. Zudem solle der Vollzug der Vorschriften verbessert werden.

Dem Ständerat ging das zu wenig weit, er sprach sich für eine Abschaffung des Obligatoriums aus. Die entsprechende Motion von Ruedi Noser (FDP/ZH) nahm er mit 22 zu 18 Stimmen bei 2 Enthaltungen an. Hundehalter müssen seit 2008 mit ihrem Tier einen Kurs besuchen. Auch Sicht der Gegner hat das keine Vorteile gebracht. Zudem besuche ein Fünftel der zur Teilnahme verpflichteten Hundehalter die Kurse gar nicht, machte Noser geltend.

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