26.06.2017 12:40
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
apisuisse
Imker gründen Tochtergesellschaft
In der Schweiz gibt es rund 19'000 Imkerinnen und Imker. Der Dachverband der schweizerischen Imkerinnen und Imker nennt sich apisuisse. Um die Position weiter zu stärken, setzt apisuisse nun auf neue Strukturen und gründet eine weitere Tochtergesellschaft.

In den letzten Jahren durfte sich die Bienenzucht in der Schweiz über einen Aufschwung erfreuen. Das Interesse am Imkern ist nach wie vor gross.  Die zahlreich angebotenen Kurse werden gut besucht. Die Mehrheit der Imkerei in der Schweiz wird als Hobby ausgeübt. Im Durchschnitt pflegen Schweizer Imkerinnen und Imker rund 10 Völker.

Die Bienenzucht scheint rein zahlenmässig gesichert zu sein, trotzdem wird sie mit einigen Bedrohungen konfrontiert. Krankheiten, Parasiten, dem Mangel an Blütenvielfalt und den Nebenwirkungen von Pestiziden. Dies erfordert gut ausgebildete Imkerinnen und Imker.

Neue Struktur

apisuisse setzt sich als Dachverband für die Sicherstellung der Bestäubung und für die Bedeutung der Bienen ein. Sie ist ein Zusammenschluss der drei sprachregionalen Landesverbände. apisuisse setzt sich aus der Romandie, dem Tessin sowie der Deutschschweiz und den rätoromanischen Bienenzüchtern zusammen. Der Vorstand wird von der Präsidentin und den Präsidenten der regionalen Verbände besetzt.

Wie aus einer Medienmitteilung von alpisuisse hervorgeht, wurde bei der letzten Delegiertenversammlung Ende April 2017, Sonia Burri-Schmassmann einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt.

Die Ziele von apisuisse

Die Aufgabe von apisuisse besteht darin, die Interessen der Imkerschaft und der Bienen auf nationaler und internationaler Ebene zu vertreten. Folgende Schwerpunkte werden verfolgt:

• Förderung der Schweizer Bienenzucht

• Einsatz zum Schutz der Honig- und Wildbienen

• Interessenvertretung gegenüber Behörden und Politik

• Förderung der Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Organisationen

• Koordination der Bildungsangebote

• Sicherung und Förderung der Schweizer Honigqualität (Qualitätslabel "Goldsiegel")

• Werbung und Öffentlichkeitsarbeit


Honig-Qualitätslabel Goldsiegel

Seit über zehn Jahren führt alpisuisse ein Qualitätslabel, welches die Einhaltung einer guten imkerlichen Praxis sicherstellt. Schweizer Honig, welcher mit diesem Label ausgezeichnet wird, steht für höchste Qualität, von der Blüte bis ins Glas. Das «Goldsiegel» erhalten aber nur Imkerinnen und Imker, welche die Kriterien des Qualitätslabels einhalten.

Bildung und Beratung ist wichtig

Seit einigen Jahren wird der Bienengesundheitsdienst (BGD) unter der Tochtergesellschaft «alpiservice GmbH» geführt. Dieser ist in der Bildung und Beratung aktiv. Die Unterlagen, welche für die Aus- und Weiterbildungen dienen, werden in Deutsch, Französisch, und Italienisch erarbeitet.

Nebst den Weiterbildungen ist auch die Grundausbildung von wichtiger Bedeutung. Diese wird von den örtlichen Imkervereinen angeboten und bilden die Basis für eine erfolgreiche Imkerlaufbahn. apisuisse ist der Meinung, dass eine minimale Ausbildung als Vorgabe zur Haltung von Honigbienen vorgeschrieben werden sollte. Dies zum Wohl der Bienen, aber auch für die Erhaltung und Förderung eines vielseitigen Blütenangebots sowie zum Schutz von Lebensräumen von Wildbienen.

Interessierte Konsumenten erhalten auf www.swisshoney.ch mehr Auskunft.

Imkerinnen und Imker erfahren auf www.bienen.ch Wissenswertes.


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