13.07.2018 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Fürstentum Liechtenstein
Keine eigene Raubtier-Population
Das Fürstentum Liechtenstein hat Leistungsvereinbarungen mit Schweizer Fachstellen im Zusammenhang mit dem Herdenschutz und dem Wolfs-Management beschlossen.

iechtenstein sei beim Management von Grossraubtieren eng in die Strukturen der Schweiz eingebunden, heisst es in einer Medienmitteilung des Fürstentums. Zur Sicherung der Leistungen von schweizerischen Einrichtungen für Liechtenstein und des harmonisierten Vollzugs im Management insbesondere des Wolfs hat die Regierung deshalb 2 Leistungsvereinbarungen mit schweizerischen Fachstellen beschlossen.

In Liechtenstein werden regelmässig Luchse nachgewiesen. Im Frühjahr 2018 erfolgte der erste Nachweis eines Goldschakals in Liechtenstein. Das als Calanda-Rudel bekannte geografisch nächste Wolfs-Vorkommen befindet sich in einer Entfernung von weniger als 30 km Luftlinie zur Landesgrenze.

Keine eigenen Populationen

Aufgrund der Kleinheit des Landes können sich jedoch keine eigenen Populationen von Luchsen oder Wölfen etablieren. Dies sei einer der Hauptgründe, weshalb im Grossraubtier-Management intensiv mit der Schweiz zusammengearbeitet werde, heisst es weiter.

Um die Überwachung der Grossraubtiere in Liechtenstein zu gewährleisten, wurde auf der Basis einer Leistungsvereinbarung die Zusammenarbeit mit der Schweizer Stiftung Kora beschlossen.

Da Liechtenstein zu klein für eine eigene Herdenschutzstelle ist und über verhältnismässig wenige Schafe und bestossene Alpen verfügt, wurde im Bereich Herdenschutz ebenfalls eine Leistungsvereinbarung beschlossen. Die Fachstelle Kleinvieh des Landwirtschaftlichen Zentrums St. Gallen in Salez unterstützt das Amt für Umwelt neu in der Beratung sowie bei der Umsetzung von Herdenschutzmassnahmen.

 

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