28.06.2017 14:33
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Zürich
Kuh, Murmeli und Steinbock
Die neue Ausstellung «tierisch schweizerisch» verwandelt die Ausstellungsräume im Landesmuseum Zürich in Wiesen und Bergtäler. Die neue Ausstellung ist den 4 Tieren, Kuh, Murmeli, Steinbock und Bernhardiner gewidmet.

Offiziell hat die Schweiz kein Nationaltier. Würde man aber nach einem suchen, kämen wohl vier Kandidaten in Frage. Die Kuh, das Murmeltier, der Steinbock und der Bernhardiner.

Ob als touristisches Magnet oder als Rohstofflieferant, ob als Wappentier oder Hauptfigur in einem Kinderbuch, diese vier Tiere gehören zu unserem Land wie das weisse Kreuz auf rotem Grund. Die neue Familien-Ausstellung stellt die vier Tiere in den Fokus und erzählt ihre Geschichten und Legenden, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

Das Murmeltier und seine Geschichte


Beispielsweise jene von den Murmeltieren, welche mit ausgefeilter Technik Heu transportieren. Ein Tier legte sich dafür als «Heuwagen» auf den Rücken um beladen zu werden. Danach zogen es die anderen Tiere am Schwanz in ihr Winterquartier. Der römische Gelehrte Plinius meinte, dies so beobachtet zu haben und verbreitete so seine «Naturalis historia». Erste Zweifel über diese Geschichte kamen erst Ende des 18. Jahrhunderts auf. Aber noch heute wird die Episode gerne erzählt- allerdings mit einem Augenzwinkern.

Die Kuh gehört zur Schweiz wie das weisse Kreuz auf rotem Grund

Nicht von der Schweiz wegzudenken sind Kühe. Ohne Kühe gibt es keine Milch, ohne Milch keine Schokolade und auch keinen Käse. Beide gelten als Inbegriff von Schweizer Qualitätsprodukten und werden in die ganze Welt exportiert.

Die Sage von Barry

Auch die Legende des Bernhardiners Barry erzählt man sich heute noch. Der Hund, welcher im Jahr 1800 auf der Passhöhe des Grossen St. Bernhard geboren wurde und 12 Jahre im Rettungsdienst geholfen – und insgesamt 40 Menschen aus dem Schnee gerettet hat. Er machte die Rasse als Lawinensuchhunde bekannt und stärkte die touristische Anziehungskraft ausserhalb der Landesgrenze.

Mit seinem typischen Schnapsfässchen um den Hals ist er zum «Schweizer Nationalhund» geworden. Obwohl dieses Fässchen eine reine Erfindung ist, hat es sich in die Köpfe der Menschen eingebrannt und ist nicht mehr wegzudenken. Der Steinbock wird als unbestrittener König der Berge gehandelt und lockt als Gian und Giachen als Youtube-Star Wanderer und Skifahrer in die Bündner Berge.

Die Ausstellung ist vom 30. Juni 2017 bis am 11.03.2018 geöffnet.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE