18.09.2013 12:13
Quelle: schweizerbauer.ch - aid.de
Pferde
Lästige Blutsauger führen zu starkem Juckreiz
Kaum fallen die Temperaturen, beginnt die Zeit der lästigen Herbstgrasmilben. Vor allem Pferde sind betroffen.

Grasmilben bevorzugen eine niedrige Vegetation und halten sich in Bodennähe auf Grashalmen und Grünpflanzen auf. Wenn die Bodentemperaturen nicht mehr über 16 Grad steigen, treten die Larven als Parasiten in Erscheinung. Sie  ernähren sich überwiegend von Zellsaft und Lymphe aus den Hautschichten, seltener auch von Blut.  Die Folgen beim Pferd sind offene Stellen an Kopf, Beinen, Rücken und Sattellage. Die Haut ist gerötet. Es entstehen Pusteln, Quaddeln und Krusten, verbunden mit heftigem Juckreiz und Haarausfall. Bei massivem Befall mit Grasmilbenlarven kann es bei den Wirtstieren zu Krämpfen und Anfällen kommen, die einer Epilepsie ähneln. Der Speichel der Milbenlarven kann Allergien auslösen. Darüber hinaus besteht die Gefahr der Maukebildung in der Fesselbeuge.

Die sechsbeinigen Larven sind rundlich und blassgelb bis ziegelrot gefärbt. Sie sitzen als kleine Punkte von 0,2 bis 0,3mm Grösse auf der Haut. Um einen Befall zu erkennen, kann  man ein Stück weisses Papier  aufs Fell legen, auf dem sich die Insekten sammeln. Eine regelmässige Kontrolle der Haut ist empfehlenswert.

Rechtzeitig entdeckt, sollten die Plagegeister vorsichtig mit einem Rasiermesser oder einem scharfen Löffel abgekratzt werden. Eine Waschung mit Kernseifenlauge und anschliessender Spülung mit klarem Wasser ist hilfreich. Äusserlich können Jodtinktur zur Desinfektion und Zinksalbe zur Heilung Linderung schaffen. Unterstützend können die Gabe von Zink-, Kupfer- und Selen-haltigen Mineralfuttermitteln sowie eine homöopathische Behandlung zur Steigerung des Immunsystems wirken. Bei  schwerem Befall ist ein Tierarzt beizuziehen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE