21.03.2013 18:07
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt
Neuweltkameliden
Luciano und Chanchani siegen
Zum fünften Mal fand in Fehraltdorf ZH die nationale Alpaka-Show statt. Im Ring massen sich Suri- und Huacaya-Alpakas.

Aus der ganzen Schweiz strömten am 9. März gegen 140 Alpakas nach Fehraltorf. Jedes Tier wurde beim Eintreffen auf den Gesundheitszustand geprüft und die Tier-Chipdaten mit den Anmeldedaten verglichen. Nebst Besuchern aus Deutschland, Frankreich und Italien lockte der Anlass auch Gäste aus der Heimat der Alpakas, aus Peru, an.

Auch Wolle wird bewertet

Die Show wurde mit den Suris, einer von zwei Alpakaarten, eröffnet. Suris besitzen eine glänzende, lange Faser, die sich im Lockenlook präsentiert. Anschliessend wurden die Huacayas vorführt: Sie kommen am häufigsten vor (ca. 95% Huacaya gegenüber 5% Suris in der weltweiten Alpakapopulation). Huacayas besitzen eine feine, aber kürzere, flauschigere Faser. Häufig werden sie mit Teddybären verglichen.

Die Beurteilung im Ring beinhaltetet  die Bewertung von Körperbau und, da Alpakas wertvolle Wolllieferanten sind, die Bewollung. Die Feinheit der Faser und die Bewollungsdichte stehen im Fokus. Die Proportion des Körperbaus, die korrekte Bein- und Zahnstellung sind weitere Beurteilungsfaktoren. Bei den Suris ist zusätzlich der Glanz der Faser entscheidend.

Richter aus den USA

Als Richter konnte Wade Gease aus den USA gewonnen werden. Gease ist ein Aoba-zertifizierter Richter. Die Aoba ist die grösste Zuchtvereinigung der USA mit über 4000 Mitgliedern und über 100'000 Alpakas. Gease besitzt ein grosses Wissen über Alpakafasern.  Er ist auch als Verkaufsvermittler für Kuna tätig, eine  qualitativ hochstehenden Alpaka-Produktelinie von Groupo Inca, Peru, die 2012 zum ersten Mal auf dem nordamerikanischen Markt vorgestellt wurde.

Gease liess es sich nicht nehmen, den Züchtern sein Wissen über das erfolgreiche Präsentieren der Alpakas im Ring zu vermitteln. An sechs Alpakas und ihren Tierführern führte er sie in die Welt des Do and Do not während einer Showbeurteilung ein. Er begründete seine Platzierungen klar und prägnant, dies nicht nur für die jeweils erstplatzierten Tiere, sondern für alle anwesenden. 

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