13.09.2013 07:09
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Artenvielfalt
Neue Tierarten in Tessiner Weinbergen entdeckt
Elf Spinnen-, sieben Zikaden- und eine Käferart haben Biologen in Tessiner Weinbergen entdeckt, die bisher noch nie in unserem Land dokumentiert wurden. Einige von ihnen könnten beim Kampf gegen Rebenschädlinge helfen, wie die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) am Donnerstag mitteilte.

Einige dieser neuen Arten seien in anderen Ländern beheimatet, insbesondere im Mittelmeerraum. Für ihre Verbreitung in der Schweiz habe vermutlich der Mensch gesorgt, und der Klimawandel habe ihr Überleben garantiert. Andere Arten habe es wahrscheinlich schon früher bei uns gegeben, sie seien aber nie wissenschaftlich erhoben worden. 

Generell handle es sich um völlig unschädliche Spezies, schrieb die WSL. Im Projekt hatten die WSL-Forscher zusammen mit der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) und dem Kantonalen Naturhistorischen Museum MCSN in Lugano untersucht, welche Faktoren die Artenvielfalt in den Weinbergen beeinflussen. Ziel war es, Informationen über Bedeutung und Schutz der Weinberge zu erarbeiten. 

Dabei stellte sich heraus, dass an den Schräghängen der Weinberge am meisten Arten von Pflanzen und wirbellose Tiere vorkommen. Ursache seien vermutlich begrünte Böschungen, die in den Weingütern in der Ebene fehlten, sowie die am Hang zumeist weniger intensive Bewirtschaftung, schrieb die WSL. 

Artenvielfalt erlaubt dem Weinberg eine Art Selbstregulierung. So bleibe die Zahl der Rebenschädlinge auf natürliche Weise in akzeptablen Grenzen, die mit den Produktivitätsanforderungen vereinbar seien, schrieb die WSL.

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