27.07.2020 17:54
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Fische
Paarung über Artgrenzen hinweg
Ein Forschungsteam fand heraus, das sich Aale über Artgrenzen hinweg vermehren. Über 500 Aale wurden dazu untersucht.

Unter Aalen kommt es überraschend häufig vor, dass Individuen über Artgrenzen hinweg Nachkommen zeugen. Diese Hybride und deren Folgegenerationen tun sich aber offenbar sehr schwer, sich langfristig zu etablieren. Das fand ein Forschungsteam im Indischen Ozean und Pazifik heraus. Die Biologen haben ihre Ergebnisse im Fachblatt «Nature Communications» vorgestellt.

Die Wissenschaftler um Robert Schabetsberger von der Universität Salzburg (A) und Kollegen aus Ländern in tropischen Gebieten des Indopazifiks sammelten bei ihrer jahrelangen Arbeit insgesamt rund 500 Aale. Die Artzugehörigkeit bestimmten die Forschenden unter anderem genetisch, wie die Universität Salzburg am Montag schrieb.

Laut dem Schweizerischen Fischerei-Verband https://sfv-fsp.ch/fisch-des-jahres/2018-der-aal/dossier-aal/verbreitung-und-lebensraum/, ist der Aal in der Schweiz in den Gewässern Rhein, Rhône und Ticino verbreitet. Er jagt in der Nacht bzw. in der Dunkelheit und braucht als Versteckmöglichkeiten Felsspalten, Steine, Höhlen oder Totholz. Weiche Gewässerböden werden von ihm sehr geschätzt zum eingraben. Durch den Rhein erreichen Aale die Schweiz im Durchschnitt nach sieben bis neun Jahren Wanderung. Um zu den Laichplätzen im Westatlantik zu gelangen, legt der Aal 6'000 km zurück. Die in der Schweiz gefangenen Aale weisen eine Grösse zwischen 40 und 100cm auf.

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