7.03.2013 07:49
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Büffel
Schweizer Tierschutz empfiehlt Schweizer Büffel-Mozzarella
Büffel-Mozzarella ist beliebt: Rund 400 Tonnen werden jährlich in der Schweiz konsumiert. Dreiviertel stammt aus dem Ausland, vornehmlich aus Italien. Dort würden Büffel nicht immer artgerecht gehalten, kritisiert der Schweizer Tierschutz.

Schweizer Landwirte, die Wasserbüffelhaltungen zur Mozzarella-Produktion in Italien besichtigt hätten, würden von gravierenden Tierschutzproblemen berichten, teilt der Schweizer Tierschutz (STS) mit. Tierschützer vor Ort stützten die Beobachtungen. Im Gegensatz zur Schweiz, welche die Haltung von Milchkühen und Wasserbüffeln gesetzlich regelt, habe die EU bislang keine Tierschutz-Richtlinie für diese Tierarten erlassen.

Eingestreute Liegebereiche, Auslauf, Weide und Bade- oder Abkühlmöglichkeiten seien nicht gesetzlich vorgeschrieben. So würden Wasserbüffel, die auf Abkühlungsmöglichkeiten angewiesen sind, häufig dauerhaft in Ställen gehalten, kritisiert der STS. Überzählige männliche Kälber würden oftmals direkt nach der Geburt geschlachtet, während weibliche Kälbchen von der Mutterkuh getrennt in einer Art Metallkäfig aufgezogen würden.

In der Schweiz muss Wasserbüffeln regelmässiger Auslauf gewährt werden, eingestreute Liegeflächen und Abkühlmöglichkeiten sind Pflicht, Kälber müssen in Gruppen gehalten werden. Das Enthornen und seit 2008 auch der Bau von Anbindeställen sind verboten, schreibt der STS.

Deshalb empfiehlt der Schweizer Tierschutz den Konsumenten, dem Detailhandel und dem Gastgewerbe auf Schweizer Büffel-Mozzarella zu setzen. Dieser sei kaum teurer, garantiere aber eine korrekte Tierhaltung. Importeure von Büffel-Mozzarella sollten die Herkunftsbetriebe ihrer Lieferanten punkto Tierschutz überprüfen. Importeprodukte von Wasserbüffeln müssten mindestens den Minimalanforderungen der Schweizer Tierschutzgesetzgebung entsprechen. Betriebe ohne Auslauf für die Tiere ins Freie und mit Kälbchen-Einzelhaft sollen von der Lieferantenliste gestrichen werden, betont der STS.

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