6.05.2013 14:16
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/afp
Klimawandel
Steigender Meeresspiegel gefährdet Millionen von Zugvögeln
Der Anstieg der Meeresspiegel durch den Klimawandel bringt Millionen Zugvögel in Gefahr. Ein Forscherteam aus Australien warnte am Montag, ein Rückgang der Rast- und Nistplätze um 23 bis 40 Prozent könnte zu einer drastischen Schrumpfung von 70 Prozent für manche Bestände führen.

Laut der Studie, die von der australischen Regierung gefördert wurde, ist die Zahl der Zugvögel in einigen Regionen schon jetzt um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Jedes Jahr rasteten Millionen Vögel aus Russland und Alaska auf ihrem Weg nach Südostasien in Küstengebieten, sagte Richard Fuller aus dem Forscherteam.

«Wir haben festgestellt, dass einige der Feuchtgebiete durch den Meeresspiegelanstieg akut bedroht sind und in den kommenden Jahrzehnten verloren gehen könnten.» Können die Vögel dort nicht «auftanken», würden sie auch ihre Ziele nicht mehr erreichen, warnte er. Die in der Fachzeitschrift «Proceedings of the Royal Society» veröffentlichte Studie sieht unter anderen die Pfuhlschnepfe, den Sichelstrandläufer, den Regenpfeifer und den Grossen Knutt bedroht. Für ihre Prognose nutzten die Wissenschaftlermathematische Modelle der Graphentheorie.

Diese deuten darauf hin, dass schon der Verlust geringer Küstenflächen enorme Auswirkungen haben könnten, wenn die Flächen als wichtige «Sprungbretter» entlang der Zugvogelrouten dienen. In einer zweiten Studie wollen die Forscher nun untersuchen, wie die bedrohten Regionen am besten geschützt werden könnten.

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