20.04.2017 11:30
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Thurgau
TG: Es war der «Problemwolf»
Es war der männliche Wolfsrüde M75, der im Kanton Thurgau mehrere Schafe getötet hat. Dies haben DNA-Proben ergeben. Der «Problemwolf» war bereits in mehreren anderen Kantonen aufgetaucht und hatte Schafe gerissen.

Die Ende Februar und anfangs März in der Region Hohentannen getöteten Schafe wurden von einem Wolf italienischer Abstammung gerissen, wie die Thurgauer Fischerei- und Jagdverwaltung am Donnerstag mitteilte.

Kommt aus Italien

Der Nachweis erfolgte anhand einer genetischen Analyse einer Speichelprobe durch das Laboratoire de Biologie de la Conservation der Universität Lausanne. Es handelt sich um einen männlichen Wolf mit der Bezeichnung M75. Es ist dasselbe Tier, das anfangs März auch in Laufen-Uhwiesen ZH ein Schaf gerissen hat.

Der männliche Wolf M75 stammt aus Italien und wider Erwarten nicht von den Wölfen im Calanda ab, wo seit mehreren Jahren ein Rudel mit regelmässiger Reproduktion besteht, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Erstmals wurde M75 im Januar 2017 in Südbünden und im Februar 2017 im Kanton Tessin nachgewiesen.

Abschussbewilligung erteilt

Seit dem 3. März gibt es im Kanton Thurgau keine Hinweise mehr auf die Anwesenheit eines Wolfes. Am 12. März wurde der Wolf M75 wiederum im Kanton Graubünden in Langwies nachgewiesen, was die grosse Mobilität von Wölfen aufzeigt. Mit dem sporadischen Auftreten von Wölfen im Kanton Thurgau sei deshalb jederzeit wieder zu rechnen.

M75 hatte zuvor bereits in den Kantonen Tessin und Graubünden mehrere Schafe gerissen. Die beiden Kantone haben deshalb am 22. März eine Abschussbewilligung für den Wolf erteilt, um weiteren Schaden an Nutztieren zu verhindern. Wo sich M75 derzeit aufhält, ist nicht bekannt.

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