27.04.2013 07:36
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Pferde
Tierschutz kritisiert Schlachtprämie für Freiberger
In seiner aktuellen Mitgliederbroschüre spricht der Schweizer Tierschutz von einem Skandal, dass neu Schlachtprämien für Freiberger-Pferde ausbezahlt werden. Doch weder existieren solche, noch gibt es Pläne sie zu schaffen.

Gegenüber dem LID räumte STS-Geschäftsführer Hansuli Huber ein, dass es keine Schlachtprämien gibt: „Aus unserer Sicht sind es faktisch Schlachtprämien, juristisch allerdings Zuchtprämien.“ Das Wort sei als Ausdruck dafür verwendet worden, dass wegen der ungenügenden Nachfrage in Reiter- und Reitsportkreisen nur etwas mehr als die Hälfte der Freibergerfohlen aufgezogen werde.

Es sei selbstverständlich, dass bei der Tierzucht eine gewisse Selektion stattfinde, der Anteil bei den Freibergern dünke den STS aber hoch. „Unter dem Titel Tierzucht sollen unserer Meinung nach nicht Steuergelder für die Schlachtfohlenproduktion verwendet werden“, so Huber.

Mittlerweile hat auch der Schweizerische Freibergerzuchtverband auf die Mitgliederbroschüre reagiert und hält in einer Medienmitteilung fest, dass mit der neuen Agrarpolitik keine neuen Prämien für Pferdezüchter geschaffen werden. Zudem bestreitet der Verband, dass fast die Hälfte der Fohlen geschlachtet wird. Der Anteil betrage rund 34 Prozent.

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